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Tinnitus-Behandlung mit Lenire. Lassen Sie sich durch einen Arzt oder Akustiker beraten.

Häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte medizinische Fragen

Unter Neuroplastizität versteht man die Fähigkeit des Gehirns, sich ständig neu zu vernetzen und neue Verknüpfungen herzustellen. Dieser Prozess hält das ganze Leben lang an. Für gewöhnlich handelt es sich hierbei um hilfreiche Vorgänge, etwa wenn wir das Spielen eines Instrumentes oder eine Sprache erlernen. Man spricht dann von adaptiver Neuroplastizität. Allerdings gibt es auch Formen von maladaptiver Neuroplastizität mit negativen Folgen. Knüpft unser Gehirn neue Verknüpfungen nach einem Gehörverlust, beispielsweise zur Reparatur der Schäden. Dann wird angenommen, dass dies Tinnitus-Symptome auslösen kann. Dies ist dann ein Fall von maladaptiver Neuroplastizität.

Neuromodulation ist eine relativ neue Therapieform, die bislang sehr erfolgreich bei einer ganzen Bandbreite von Erkrankungen oder Schädigungen des Gehirns angewandt wurde. Beispielsweise kommt Neuromodulation bei der Behandlung von Epilepsie, Schmerzen und Depressionen zum Einsatz. Das Potential der Neuromodulation zur Behandlung von Tinnitus wurde erst vor kurzem entdeckt. Neuromodulation zielt vereinfacht ausgedrückt darauf ab, neurale Aktivität durch die Aussendung eines gerichteten Reizes (Stimulus) zu verändern, etwa zur Stimulierung eines Nervs. Hierfür wird ein bestimmter Nerv oder Gehirnbereich gezielt angeregt, beispielsweise mit einem schwachen elektronischen Energieimpuls, um die neuronalen Aktivitäten im Inneren des Körpers oder Gehirns zu verändern oder anzupassen. Dies hat zum Ziel eine Verbesserung des Gesundheitszustands zu erreichen.

Bei der bimodalen Neuromodulation werden zwei Nerven gleichzeitig stimuliert und nicht nur ein Nerv. Im Fall von Lenire wird der Trigeminusnerv über die Zunge stimuliert und gleichzeitig das Gehör. Forschungen haben gezeigt, dass die gemeinsame Stimulierung dieser beiden Nerven eine schnellere adaptive Neuroplastizität fördert, also die Knüpfung positiver neuer Verbindungen im Gehirn. Dies wiederum lenkt die Aufmerksamkeit und mildert die Sensibilität des Gehirns für das Tinnitusgeräusch wesentlich besser ab, als wenn nur ein statt zwei Nerven stimuliert werden.

Für die Stimulierung des trigeminalen Nerves über die Zunge sprechen vor allem zwei Gründe:
• Der trigeminale Nerv ist einfach zu stimulieren. Hierfür braucht es kaum Vorbereitungen. Vor allem jedoch ist dazu kein operativer Eingriff notwendig. Der Tonguetip wird einfach auf die Zunge gelegt. Die Zunge wird von vielen Nervenfasern versorgt und eignet sich deswegen gut für die Stimulierung.
• Der trigeminale Nerv und der Gehörnerv sind über die Großhirnrinde miteinander verbunden, wodurch die größtmögliche Wirkung erzielt werden kann.

Nach der Anpassung eines Hörgerätes wird dazu geraten 90 Tage zu warten und erst dann eine Behandlung mit Lenire zu beginnen. Dieser Zeitraum soll sicherstellen, dass der oder die Betroffene sich an das Hörgerät gewöhnt hat und es funktioniert. Patienten sollten ihr Hörgeräte eine Stunde vor Beginn der Anwendung von Lenire nicht mehr nutzen und auch im Anschluss eine Stunde warten, bis sie sie wieder einsetzen. Dies ist eine Vorsichtsmaßnahme, um eine Überreizung der Gehörnerven zu vermeiden.

Lenire wird individuell eingestellt und angepasst. Nach der Anpassung kann die Lautstärke um bis zu 12db erhöht oder reduziert werden. In Fällen von Überempfindlichkeit wird empfohlen, sich vor Beginn der Behandlung mit dem zuständigen medizinischen Fachpersonal zu besprechen.

Die von Neuromod durchgeführten medizinischen Studien erstreckten sich über einen Zeitraum von zwölf Wochen. Einige Patienten können bereits nach sechs Wochen Ergebnisse erkennen, bei anderen dauert es zwölf Wochen oder länger. Wenn Sie die erste zwölfwöchige Behandlungsphase beendet haben, wird ihr zuständiger Behandler Ihre Symptome überprüfen und anschließend mit Ihnen gemeinsam besprechen, ob eine Fortsetzung (über die zwölf Wochen hinaus) notwendig und für Sie sinnvoll ist.

Lenire wird für Patientinnen und Patienten mit einem sogenannten subjektiven Tinnitus empfohlen. Bei dieser üblichen Form des Tinnitus werden die Geräusche – welcher Art auch immer – nur von der betroffenen Person gehört.

Häufig gestellte Fragen zum Produkt

Als medizinisches Produkt ist Lenire Teil eines Behandlungsplans, der durch medizinisches Fachpersonal ausgearbeitet und überwacht wird. Bitte kontaktieren Sie Ihr medizinisches Fachpersonal wenn Sie mehr über die Kosten erfahren wollen.

Viele Behandler bieten gegen eine Aufwandsentschädigung eine Probephase an. Das bedeutet Sie können Lenire testen und dann entscheiden, ob die Therapie Ihnen hilft und Sie den Restbetrag zahlen möchten. Bitte kontaktieren Sie die Behandler direkt, da die Preise von den Behandlern festgelegt werden.

Ja, Aufwendungen für Gesundheitsdienstleistungen und Medizinprodukte können in vielen Fällen von der Steuer abgesetzt werden, dies ist abhängig vom Einkommen, hier nähere Infos:

1.) Generell können „außergewöhnliche Belastungen“ steuerlich geltend gemacht werden.
2.) Darunter können auch Krankheitskosten fallen.
3.) Neben einer Reihe an definierten Leistungen, die darunterfallen (Hörgeräte, Künstliche Befruchtung, Zahnersatz, Sehhilfen,..), können auch wissenschaftlich nicht anerkannte Behandlungsmethoden (z.B. Frisch- und Trockenzellenbehandlungen, Sauerstoff-, Chelat- und Eigenbluttherapie) als Krankheitskosten geltend gemacht werden. § 64 EStDV Nachweis von Krankheitskosten und der… - dejure.org
Voraussetzung ist immer: medizinische Notwendigkeit der Behandlung durch ein amtsärztliches Attest vor Beginn der Therapie.
4.) Als „außergewöhnliche Belastung“ gilt jedoch nur der Kostenanteil welcher den „zumutbaren Grenzwert“ übersteigt. Dieser ist Abhängig von Einkommen, Kindern und Familienstand. So würde Lenire (2.7000€) den zumutbaren Wert um folgende Beträge übersteigen:
Single 40k Einkommen  454€
1 Kind 40k Einkommen  1654€
1 Kind 50k Einkommen  1354€
3 Kinder 50k Einkommen  2200€
3 Kinder 80k Einkommen  1612€

Lenire ist eine sehr neue Behandlungsmethode, leider gibt es noch keine generelle Erstattung durch die gesetzlichen Krankenkassen.

Als sicherster Aufbewahrungsort wird der Tragebehälter empfohlen, der als Teil des Gesamtpakets mitgeliefert wird. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass der „Tonguetip®“ stets in einer trockenen, sauberen Umgebung aufbewahrt wird. Er darf nicht nicht in Berührung mit Chemikalien, Lebensmitteln, Flüssigkeiten oder Tieren kommen.

Ja. Vor jedem Gebrauch sollte der „Tonguetip®“ von neuem mit frischem Wasser oder 70%igem Isopropylalkohol (auch bekannt als 2-Propanol oder Isopropanol, kurz IPA) gesäubert werden. Hierzu finden Sie in der Lenire-Gebrauchsanleitung genauere Anweisungen. Nach der Reinigung sollten Wassertropfen oder Reste des IPA mithilfe eines faserfreien Tuches abgewischt und der „Tonguetip“ an der Luft getrocknet werden, sofern Sie ihn nicht sofort für eine Behandlung nutzen. Bitte beachten Sie, dass außer den genannten keine anderen Reinigungsmittel (z.B. Wasch- oder Bleichmittel, Natron, Essig) benutzen werden dürfen, da dies zu Beschädigungen am Gerät führen kann.

Nein. Lenire wird genau auf Ihre Bedürfnisse und Ihr Hörprofil angepasst. Ihr Tinnitus muss vorher untersucht werden. Dies kann nur durch qualifiziertes medizinisches Fachpersonal durchgeführt werden. Sind Sie für die Therapie mit Lenire geeignet, dann ist eine Einweisung in die Nutzung des Geräts durch medizinisches Fachpersonal notwendig. Dadurch bekommen Sie Sicherheit im Umgang mit dem Gerät und können es dann bei Ihnen zu Hause anwenden.

Nach einer Gesamtbetriebsdauer von 180 Stunden kann der Tonguetip® nicht mehr genutzt werden. Dies bedeutet, dass bei einer täglichen Anwendung von 60 Minuten der Tonguetip® nach sechs Monaten nicht mehr einsatzfähig ist. Dadurch wird sichergestellt, dass die Sauberkeit und die Unversehrtheit der für die Stimulierung verantwortlichen Elektroden gewahrt bleiben.

Auf das Gerät gibt es zwei Jahre Garantie, da die erwartete Betriebsbereitschaft des Controllers zwei Jahre beträgt.

Ja. Das Gerät besitzt ein CE-Kennzeichnung für medizinische Produkte. Es wurde als ein Produkt mit niedrigem Risikowert eingestuft und entspricht den offiziellen Sicherheitsvorschriften der EU.

Häufig gestellte technische Fragen

Empfohlen werden täglich zwei 30-minütige Sitzungen mit Lenire. Diese können zu unterschiedlichen Zeitpunkten am Tag oder in direktem Anschluss durchgeführt werden, ganz wie Sie es einrichten können.

Vorgesehen sind ein Einführungstermin, bei dem das Gerät auf Ihre Bedürfnisse eingestellt wird. Dann erfolgt eine Überprüfung nach sechs Wochen, um mit Ihnen über den bisherigen Verlauf zu sprechen. Am Ende haben Sie eine Abschlusssitzung mit Ihrem behandelnden medizinischen Fachpersonal. In dieser Sitzung besprechen Sie die Ergebnisse und entscheiden gemeinsam, ob durch eine Fortsetzung der Behandlung mit Lenire für Sie noch weitere Verbesserungen möglich erscheinen. Sollte es während der Anwendung zu Problemen irgendwelcher Art kommen, können natürlich jederzeit zusätzliche Termine vereinbart werden.

Nein. Da die Behandlung ganz spezifisch auf die Bedürfnisse des jeweiligen Patienten ausgerichtet ist, etwa auf der Basis seines audiologischen Profils, sollte das Gerät nicht mit anderen Personen geteilt werden.

Empfohlen wird für jede Anwendung eine stille Umgebung, die Ihrer Entspannung förderlich ist. Es ist förderlich eine bequeme Haltung einzunehmen. Ablenkungen wie etwa Fernsehen nebenher sollten besser vermieden werden, um bessere Behandlungsergebnisse zu erzielen. Haben Sie Probleme zur Ruhe zu kommen, dann können Sie zur Entspannung etwas lesen.

Grundsätzlich spricht nichts dagegen, Lenire auch im Liegen anzuwenden. Sie sollten dann allerdings darauf achten, dass Sie aufgrund der entspannten Situation nicht versehentlich einschlafen. Ein Einschlafen könnte dazu führen, dass der „Tonguetip®“ während der Anwendung herausfällt.

Sofern möglich, sollten Sie eine Routine entwickeln, bei der Sie Behandlung täglich zur gleichen Zeit (oder zu gleichen Zeiten) durchführen. Eine Anwendung am Morgen und eine am Abend sind ein übliches Vorgehen, doch wichtiger als die gewählte(n) Tageszeit(en) ist das Einhalten eines bestimmten gleichmäßigen Ablaufes.

Lenire wurde so entwickelt, dass es mit Kopfhörern funktioniert, die beim Kauf mit zur Verfügung gestellt werden. Das System kann nicht via Bluetooth mit anderen Geräten – wie etwa Lautsprechern – verbunden werden. Die Verwendung von Kopfhörern hat sich bei der Behandlung als sehr erfolgreich erwiesen, Methoden mithilfe anderer Audiogeräte wurden bislang noch nicht ausreichend getestet.

Sollte es zu technischen Problemen wie Fehlfunktionen bei ihrem Lenire -System kommen, dann wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges medizinisches Fachpersonal oder nehmen Sie über die folgende Mailadresse Kontakt zu unserem technischen Support auf: technicalsupport@neuromoddevices.com

Es wird empfohlen, die Kopfhörer ausschließlich für die Behandlung zu verwenden.

Vermutlich handelt es hierbei um kurze Unterbrechungen in Ihrer Bluetooth-Verbindung. Bitte vergewissern Sie sich, dass alle Bluetooth-kompatiblen Geräte in der Nähe ausgeschaltet sind. Auf die Behandlung haben diese kurzen Störgeräusche keine Auswirkung.

Lenire sollte nur mit den bereitgestellten Kopfhörern verwendet werden. Der Grund hierfür ist, dass diese speziell auf den Gebrauch für das Gerät ausgerichtet wurden.

Die Elektroden des „Tonguetip®“ bestehen aus Edelstahl. Hin und wieder haben einige Patienten von einem metallischen Geschmack bei der Benutzung berichtet, der wohl auf dieses Material zurückzuführen ist. Dabei handelt es sich allerdings um einen erwartbaren Nebeneffekt bei der Nutzung des „Tonguetip®“, der normal und völlig unbedenklich ist.

Der „Tonguetip®“ wird bei jedem Termin neu justiert. Sie können die vom „Tonguetip®“ ausgesandten Impulse am Gerät selbst schwächer oder stärker einstellen. Insgesamt hat dies auf die Behandlung keinen Einfluss, sondern dient lediglich Ihrem persönlichen Wohlempfinden.

Für gewöhnlich braucht der Controller drei bis vier Stunden, um vollständig aufgeladen zu werden. Sobald die Batterieanzeige grün aufleuchtet, ist das Gerät vollständig geladen. Einmal aufgeladen, sollte das Gerät für die nächsten ungefähr zwanzig Behandlungen zur Verfügung stehen, bevor es neu aufgeladen werden muss.

Für gewöhnlich brauchen die Kopfhörer zwei bis drei Stunden, um vollständig aufgeladen zu werden. Sobald sie vollständig geladen sind, geht das rote Licht neben dem Ladekabelanschluss aus. Einmal aufgeladen, sollten die Kopfhörer für in etwa die nächsten ungefähr zwölf Behandlungen zur Verfügung stehen, bevor sie neu aufgeladen werden müssen.

Ja. Das beigefügte Ladegerät ((XP Power Model VEP08US05-XE0767) kann sowohl für die Kopfhörer als auch das Kontrollgerät benutzt werden.

Die Audio-Einstellungen auf dem Lenire Gerät werden von Ihrem medizinischen Fachpersonal auf Ihre individuellen Bedürfnisse hin eingestellt. Je nach den Fortschritten bei der Behandlung ist es durchaus möglich, dass Ihr Behandler Ihnen bei einem Untersuchungstermin eine Änderung bei der Stimulierung vorschlägt, die auch eine Veränderung der Audio-Einstellungen mit sich bringt.

Bei dem ersten Behandlungstermin mit dem zuständigen medizinischen Fachpersonal wird das Gerät so eingestellt, dass es der optimalen Reizschwelle Ihres Gehörs entspricht. Sie können die Lautstärke mithilfe der Kontrollknöpfe am Gerät selbst regeln. Sollten Sie sehr hörempfindlich reagieren, besprechen Sie dies bitte mit Ihrem Behandler.

Lassen Sie sich beraten, ob Lenire für Sie geeignet ist.

Klinisch belegte Tinnitus-Linderung

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