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Tinnitus-Behandlung mit Lenire. Lassen Sie sich durch einen Arzt oder Akustiker beraten.

Was sind die Ursachen für Tinnitus und wie kann man ihn behandeln (Ohrensausen)?

Was ist Tinnitus eigentlich?
Was können die Ursachen von Tinnitus sein?
Wie kann man Tinnitus behandeln?

Was ist Tinnitus (Ohrgeräusche, Ohrensausen)?

Tinnitus ist ein verbreitetes, neurologisches Symptom. In Deutschland sind rund 10% der Bevölkerung betroffen. Tinnitus wird auch als Ohrensausen oder Klingeln der Ohren beschrieben. Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich um die Wahrnehmung von Geräuschen, für die es keine feststellbare äußere Quelle gibt. Der Tinnitus kann sich in manchen Fällen langsam aufbauen. In anderen Fällen erscheint er plötzlich. Es kann sich um eine temporäre Beeinträchtigung handeln. Für manche Menschen entwickelt sich Tinnitus zu einem dauerhaften Problem.

Einige Fakten

10 Mio.

10 Millionen Menschen in Deutschland sind von Tinnitus betroffen. (Biswas et al., Hear Res 2020)

340.000

340.000 neue Tinnitus-Betroffene gibt es jedes Jahr in Deutschland

3 Monate

Ab 3 Monaten mit Symptomen spricht man von einem chronischen Tinnitus. (S3-Leitlinie 017/064)

Was sind die Ursachen von Tinnitus?

Hörverlust als Altersfolge ist bei weitem die häufigste Ursache für Tinnitus.

Andere Auslöser können sein:
-Schäden am Trommelfell
-Mittelohrentzündungen
-die Menière-Krankheit
-ein akustisches Trauma ausgelöst durch zu laute Geräusche
-gewisse Medikamente
-Kopfverletzungen
-Kieferprobleme (craniomandibuläre Dysfunktion, kurz CMD)
-Stress

In seltenen Fällen wird Tinnitus mit Hörverlusten in Verbindung gebracht, die durch eine Blockade oder eine andere Beeinträchtigung des Mittelohrs verursacht werden. Sie verhindert die Weiterleitung der Schallwellen in das Innenohr.

Was sind die Symptome bei Tinnitus?

Die Erfahrungen von Menschen, die an Tinnitus leiden, sind sehr unterschiedlich. Viele beschreiben ihn als ein irritierendes Klingeln im Ohr. Für andere hört er sich wie ein Rauschen, Sausen, Piepen, Pfeifen oder Pochen an. Er tritt in einem oder beiden Ohren oder im Kopf sowie, in seltenen Fällen, außerhalb des Kopfes auf. Die meisten nehmen ihn den gesamten Tag als kontinuierliches oder in der Lautstärke schwankendes Geräusch wahr. Bei zunehmender Stille, etwa nachts, wenn sie nicht so stark von anderen Tönen überdeckt werden, sind die Ohrgeräusche deutlicher zu hören. Für andere ist es ein Geräusch, das abwechselnd da und weg ist. Einige Betroffene berichten von einem einzigen Ton, während andere eine ganze Palette an Tönen und Geräuschen hören. Zusätzlich zu diesen bekannten Vorkommen kann der Ton selbst sowohl in der Höhe als auch der Lautstärke variieren.

Wer ist von Tinnitus betroffen?

Im Gegensatz zu anderen Erkrankungen ist die öffentliche Wahrnehmung von Tinnitus gering, obwohl rund 10% der deutschen Bevölkerung im Laufe ihres Lebens unter den Symptomen leiden. Das entspricht ca. 10 Millionen Menschen in Deutschland. Das Alter spielt keine Rolle. Selbst Kinder sind betroffen. Statistisch gesehen ist Tinnitus weit häufiger bei Erwachsenen verbreitet. Er wird mit dem Verlust der Hörfähigkeit in Verbindung gebracht. Diese nimmt im Alter zu.

Welchen Tinnitus habe ich?

Akuter oder chronischer Tinnitus?

Viele Menschen bekommen Tinnitus für einen überschaubaren Zeitraum. Ohrgeräusche von nicht mehr als drei Monaten Dauer betrachtet man als “akuten Tinnitus”. Er tritt häufig durch zu laute Musik auf. Auslöser können sowohl ein Konzertbesuch als auch der Gebrauch von Kopfhörern sein. Gelegentlich sind eine erhöhte Ohrenschmalzproduktion, die Folgen einer Grippe oder eine Erkältung die Ursache. In den meisten Fällen verschwindet der Tinnitus wieder. In einigen wird er chronisch. Bei bis zu 15% der Menschen unter den etwa 10%, die insgesamt betroffen sind, entwickeln sich die Beschwerden zu einem dauerhaften und lästigen Problem.

Was ist der Unterschied zwischen subjektivem und objektivem Tinnitus?

Ganz allgemein ausgedrückt gibt es zwei Arten von Tinnitus.

Subjektiver Tinnitus wird nur von der Person selbst wahrgenommen. Es handelt sich um die verbreitetste Tinnitus-Art. Sie umfasst alle oben genannten Symptome.

Objektiver Tinnitus kann von dem Arzt bei einer Untersuchung des Gehörs über das Stethoskop wahrgenommen werden. Die eher seltene Form des Tinnitus‘ wird durch Probleme im Blutkreislauf oder bestimmte Bewegungen der Gehörmuskeln verursacht.

Die Behandlung von Ohrgeräuschen mit Lenire zielt auf subjektiven Tinnitus ab. Deshalb ist im Folgenden, wenn von Tinnitus die Rede ist, nur dieser gemeint.

Tinnitus-Schweregrade

Grad 1: Der Betroffene kann gut mit dem Tinnitus leben.

Grad 2: Der Tinnitus macht sich hauptsächlich bei Stille bemerkbar und tritt bei Stress und Belastung auf.

Grad 3: Die Ohrgeräusche führen zu einer andauernden Belastung im privaten und beruflichen Leben.
Es treten starke Begleiterscheinungen auf. Der Betroffene kann noch arbeiten.

Grad 4: Völlige Dekompensation. Es liegt eine sehr schwere Beeinträchtigung vor. Der Patient kann nicht mehr arbeiten.

Hilfe bei Tinnitus

Inwiefern sind Ohrgeräusche ein Problem?

Die Mehrheit der Personen, die von Tinnitus betroffen sind, empfinden diesen als nicht störend. Sie nehmen ihn hin und wieder als lästig wahr, lernen aber mit ihm zu leben. Für einige führt die Existenz der Ohrgeräusche zu einer gravierenden Einschränkung ihrer Lebensqualität. Sie löst Ängste, Stress und Depressionen aus. Das Hören, der Schlaf und die Konzentration werden beeinträchtigt. Egal ob der Tinnitus schwer oder leicht ausfällt, die gute Nachricht lautet, es handelt sich um keinen lebensbedrohlichen Zustand.

Erfreulich ist auch, dass die Mehrheit der Betroffenen berichtet, dass sich ihr Tinnitus im Laufe der Zeit abmildert. Das liegt daran, dass das Gehirn lernt, ihn “auszufiltern” und zu ignorieren. Den Vorgang nennt man Gewöhnung (“Habituation”). Habituation gehört zu den wichtigsten Zielen bei der Behandlung und Anwendung von Therapien im Umgang mit Tinnitus.

Was tun bei chronischem Tinnitus?

In vielen Fällen erweist es sich als äußerst schwierig, die genaue Ursache der Symptome herauszufinden. Aus diesem Grund ist es für jeden Betroffenen von großer Bedeutung, einen Mediziner aufzusuchen. Der Facharzt nimmt eine gründliche Untersuchung vor. Dabei stellt er mögliche Auslöser für die Ohrgeräusche fest. In manchen Fällen kann eine erkannte Ursache bereits zu einer Linderung des Tinnitus führen, zum Beispiel bei Infektionen des Gehörs.

Die Patienten sollten zusätzlich einen Gehörspezialisten – einen Akustiker – konsultieren. Dieser bewertet ihr Hörvermögen. Hörakustiker, die sich auf Tinnitus spezialisiert haben, erklären den Betroffenen die verschiedenen Möglichkeiten der Behandlung und den Umgang mit dem Tinnitus. Sie können speziell auf individuelle Bedürfnisse zugeschnittene Methoden und Anwendungen empfehlen. Dies ist auch durch Ihren Facharzt möglich.

Wie wird Tinnitus behandelt?

Es gibt derzeit kein Heilverfahren für Tinnitus oder Ohrgeräusche. Es gibt jedoch Behandlungs- und Therapiemethoden. Diese ermöglichen, Beeinträchtigungen durch Tinnitus zu verringern. Die Betroffenen können so ein normales und aktives Leben führen. Das Ziel dieser Behandlungsmethoden ist, ihnen dabei zu helfen den Tinnitus zu ignorieren oder ihn in den Griff zu bekommen. Bekannte Therapien sind die Klang-, Entspannungs- oder kognitive Verhaltenstherapie (KVT).

Manche Therapien legen den Fokus darauf, den Stress zu verringern. Dieser kann mit dem Tinnitus verbunden sein. Teilweise ist er sogar eine Ursache.

Es gibt Fälle mit einem klar erkennbaren Auslöser. Dies ist zum Beispiel eine Blockade durch übermäßige Ohrenschmalzproduktion oder eine Gehörinfektion. Beides lässt sich bei einem HNO-Arzt gut behandeln. Das Rauschen im Ohr kann so bereits abklingen.

Behandler empfehlen oft eine oder mehrere der folgenden Möglichkeiten:

Klangtherapie unter Einbeziehung von Klangerzeugern und Hörhilfen
Entspannungstechniken wie Yoga, autogenes Training oder progressive Muskelentspannung
kognitive Verhaltenstherapie
Tinnitus-Retraining-Therapie (TRT)
eine Behandlung durch bimodale Neuromodulation

Unabhängig von der Behandlung ist es wichtig zu verstehen, dass es bis zum Eintreten einer Verbesserung Zeit braucht. Wichtig ist die Arbeit an der inneren Einstellung. Das Ziel aller Behandlungsmethoden ist immer, das negative Grundgefühl zu verändern, das mit dem Tinnitus verbunden ist. Es kann anfangs zu spürbaren Erleichterungen kommen. Das Hauptziel bleibt ein gelassener Umgang mit den Ohrgeräuschen. Zu verinnerlichen, dass dieser nicht lebensbedrohlich ist und man lernen kann, damit umzugehen, hilft.

Was dem einzelnen Patienten empfohlen wird, hängt stark von der Art des Tinnitus‘ ab.

Neurowissenschaft in der Tinnitus-Behandlung

Was versteht man unter Neuroplastizität?

Wie auch immer es letztlich zu einer Form von Hörverlust gekommen ist – sei es durch den Alterungsprozess, eine Verletzung oder zu hohe Lautstärke – ein sich daraus ergebender Tinnitus wird als Folge von “Neuroplastizität” verstanden. Neuroplastizität ist die Fähigkeit des Gehirns, sich anzupassen und neue Verbindungen zu knüpfen. Es handelt es sich um einen lebenslangen Prozess. Man unterscheidet zwei Arten von Neuroplastizität.

Adaptive Neuroplastizität
Unter normalen Umständen ist die Anpassungsfähigkeit des Gehirns sehr hilfreich. Sie kommt bspw. zum Einsatz, wenn das Gedächtnis verbessert oder ein Instrument erlernt werden soll. Dies bezeichnet man als adaptive Neuroplastizität.

Maladaptive Neuroplastizität
Im Falle eines Tinnitus‘ wirkt sich Neuroplastizität zum Nachteil des Betroffenen aus. Man spricht dann von “maladaptiver Neuroplastizität”. Die Folgen führen zu einem Ungleichgewicht in den Gehirnabläufen. Aus diesem können unerwünschte gesundheitliche und neurologische Beeinträchtigungen entstehen, darunter auch Tinnitus.

Das geht folgendermaßen vor sich: Nach einem Hörverlust versucht das Gehirn, sich durch neue Verknüpfungen selbst zu reparieren. Solche Neuverknüpfungen treten auf, wenn unsere Gehirnzellen registrieren, dass sie die gewohnten Töne nicht mehr wahrnehmen können. Anders ausgedrückt, fehlt es ihnen an “akustischer Aktivierung”. Veränderungen bei der Weiterleitung zwischen Ohr und Gehirn sind die Folge. Die Gründe hierfür sind nicht ausreichend bekannt. Man geht davon aus, dass die veränderten Hirnmuster – verursacht durch die fehlgeleitete Neuroplastizität – bei den meisten Betroffenen für das Entstehen der Ohrgeräusche verantwortlich sind.

Was ist Neuromodulation?

Neuromodulation ist eine vergleichsweise neue Form der Therapie. Sie kann bei einer ganzen Bandbreite von Erkrankungen angewandt werden. Erst vor kurzem wurde ihr mögliches Potential zur Behandlung von Tinnitus entdeckt. Vereinfacht ausgedrückt, soll sich die neurale Aktivität durch die Aussendung eines gerichteten Reizes (Stimulus) verändern. Dieser wird etwa zur Stimulierung eines Nervs genutzt. Neuromod hat eine Behandlungsmethode für Tinnitus entwickelt. Sie führt das Prinzip der Neuromodulation einen Schritt weiter und kombiniert die gleichzeitige Stimulation zweier Nerven (bimodale Neuromodulation). Die Behandlungsmethode heißt Lenire.

WIE WERDEN SIE VON TINNITUS BEEINTRÄCHTIGT?

"Es kann auch nachts furchtbar sein, aber am Morgen ist es am schlimmsten."

Edward, Teilnehmer an klinischer Studie

WIE WERDEN SIE VON TINNITUS BEEINTRÄCHTIGT?

"Ich ging nicht mehr auf Partys oder so etwas, ging nicht in Pubs oder Discos ... Nirgendwohin, wo man Lärm oder lauter Musik ausgesetzt ist … das konnte ich einfach nicht mehr."

Noel, Teilnehmer an klinischer Studie

Ist Lenire für mich geeignet?

Lenire kann helfen, die Symptome von Tinnitus zu mildern und zu lindern

Wo kann ich Lenire bekommen?