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Über Neuromod

Neuromod Devices Ltd. wurde 2010 gegründet. Das Medizintechnikunternehmen hat seinen Hauptsitz in Dublin, Irland.

Neuromod hat sich auf die Entwicklung von Neuromodulationstechnologien spezialisiert. Diese sollen die klinischen Bedürfnisse unterversorgter Patientengruppen erfüllen, die mit chronischen und schwächenden Erkrankungen leben.

Die Hauptanwendung von Neuromods Technologie liegt im Bereich Tinnitus. Das Unternehmen schloss umfangreiche klinische Studien ab, um die Wirksamkeit seiner nicht-invasiven bimodalen Neuromodulationsplattform zu bestätigen. Das Tinnitus-Behandlungsgerät von Neuromod heißt Lenire. Es ist derzeit in Irland und Europa erhältlich.

Wie kam O’Neil von der Biomedizintechnik zur Tinnitus-Forschung?

Dr. Ross O’Neill hat Neuromod Devices 2010 als Spin-Out der Maynooth University gegründet.

Während seiner Doktorarbeit in Maynooth im Bereich Biomedizintechnik entwickelte O’Neil ein Interesse an Tinnitus. Er war überrascht, wie wenig Behandlungsmöglichkeiten es für ein Leiden gab, das weltweit schätzungsweise 300 Millionen Menschen betrifft. Laut WHO sind es zwischen 10 und 15 % der Weltbevölkerung. Gespräche mit Betroffenen von chronischem Tinnitus weckten O’Neills Interesse an der Krankheit. Er erfuhr, dass der Tinnitus für diese Menschen eine erhebliche Belastung darstellte. Die Ohrgeräusche haben einen negativen Einfluss auf alltägliche Dinge. So können bspw. die Konzentration bei der Arbeit oder guter Schlaf leiden.

Er stellte auch fest, dass aufgrund des Mangels an effektiven Behandlungsmöglichkeiten der klinische Weg für Tinnitus-Patienten frustrierend war. Die Patienten wurden von ihrem Hausarzt zu einem HNO-Arzt (Hals-Nasen-Ohren-Arzt) und zu einem Audiologen weitergereicht. Oft führte der Weg dann wieder zurück.

Im Rahmen seiner Doktorarbeit untersuchte O’Neill die Interaktion zwischen dem auditorischen und dem somatischen Nervensystem. Er erforschte, wie das Gebiet der Neuromodulation auf diese Systeme angewandt werden könnte, um Tinnitus zu behandeln. Nach dem Abschluss seiner Promotion gründete er die Firma Neuromod Devices, um die Technologie zu entwickeln. Neuromod sicherte sich eine Reihe von Zuschüssen und eine Anschubfinanzierung. Diese unterstützten das Design und die Entwicklung eines medizinischen Geräts zur Behandlung von Tinnitus. Auch die Finanzierung von Sicherheits- und Machbarkeitsstudien wurde gewährleistet.

Neuromod Devices und die neuere Tinnitus-Forschung

Nach seinem Abschluss wurde O’Neill mit der Arbeit von Prof. Hubert Lim an der Universität von Minnesota vertraut. Prof. Lim hatte umfangreiche Forschungen darüber angestellt, wie die hörenden Teile des Gehirns auf die Stimulation von Zunge und Ohr reagieren. O’Neill, der in Dublin, Irland, ansässig war, trat an Lim heran. Er schlug eine Zusammenarbeit vor. So sollte die Entwicklung der Technologie beschleunigt werden. Der Fokus des translationalen Wissenschaftlers Prof. Lim lag darauf, die bimodale Neuromodulation zu den Millionen von Tinnitus-Patienten zu bringen. Er stimmte zu und trat dem Unternehmen als Chief Scientific Officer bei.

Neuromod hatte bereits die Aufmerksamkeit des Risikokapitalfonds Fountain Healthcare Partners auf sich gezogen, der in das Unternehmen investierte. Er versetzte es in die Lage, zwei der größten und am längsten nachverfolgten klinischen Studien durchzuführen, die jemals im Bereich Tinnitus gemacht wurden. Geleitet wurden die Studien durch den wissenschaftlichen Beirats des Unternehmens. Ihm gehören drei der wichtigsten internationalen meinungsbildenden Wissenschaftler auf diesem Gebiet an. Die Investition ermöglichte auch die Aufstockung der Produktion und den Aufbau eines kompetenten Führungsteams.

Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats

Prof. Berthold Langguth
Universität Regensburg

Berthold Langguth ist ein beratender Neuropsychiater. Er leitet die Abteilung für Psychiatrie und Psychosomatische Medizin am deutschen Universitätsklinikum Regensburg (UHREG). Dieses hat er als einen führenden europäischen Standort für klinische Studien und Tinnitusforschung etabliert.
Prof. Langguth ist ein internationaler Key Opinion Leader auf dem Gebiet der Tinnitusforschung mit über 300 begutachteten Publikationen und Buchkapiteln. Ein wichtiger Forschungsschwerpunkt ist die Patientensubtypisierung und Neuromodulation.

Prof. Sven Vanneste
Universität von Texas

Sven Vanneste ist außerordentlicher Professor für auditive und integrative Neurowissenschaften an der School of Behavioral and Brain Sciences, University of Texas in Dallas, USA.
Mit über 160 begutachteten Publikationen und Buchkapiteln ist er eine führende Stimme auf dem Gebiet der Neuromodulationsforschung. Prof. Vanneste hat ein Neuromodulations-Forschungslabor in den USA aufgebaut. Dieses ist zu einem weltweit führenden Neuromodulations-Forschungszentrum geworden.

Prof. Deborah Hall
Universität von Nottingham

Deborah Hall ist Professorin für Hörwissenschaften an der Fakultät für Medizin und Gesundheitswissenschaften an der Universität Nottingham, UK. Weiter ist sie Direktorin des NHS National Institute for Health Research – Nottingham Hearing Biomedical Research Unit (NIHR-NHBRU). Dort leitet sie Forschungsprojekte zu Tinnitus und translationalen Neurowissenschaften.

Teamleitung

Dr. Ross O’Neill PhD MBA
Gründer & CEO Linkedin
Direktor
Ross ist ein biomedizinischer Ingenieur mit einer persönlichen Leidenschaft für die Entwicklung von Neuromodulationstherapien für Hör- und Hörsystemstörungen. Er gründete Neuromod im Jahr 2010, um nicht-invasive Neuromodulationsbehandlungen für chronische neurologische Störungen zu entwickeln.

Brendan Conlon HNO
Medizinischer Leiter Linkedin

Dr. Hubert Lim PhD
Wissenschaftlicher Leiter Linkedin

Florian Elsaesser
Kaufmännischer Geschäftsführer Linkedin

Rosemarie Tully BSc (Pharm), MBA, MPSI
Geschäftsführerin Linkedin

Derek Madden CPA CTax
Finanzvorstand Linkedin

Caroline Hamilton BSc (Aud) MSc (Neuro)
Klinischer Direktor Linkedin

Dr. Manus Rogan PhD MBA
Vorsitzender Linkedin

Über Neuromod Deutschland

Im August 2020 gründete Neuromod eine Niederlassung im fränkischen Forchheim. Das Team hat es sich zum Ziel gesetzt, die Situation von Tinnitus-Betroffenen zu verbessern.
Die positiven Ergebnisse der klinischen Studien haben zu einer hohen Aufmerksamkeit geführt. So berichten zahlreiche Medien über die Ergebnisse, u.a. Die Welt, Deutschlandfunk und Galileo.
Gerne erzählen wir Ihnen mehr über die Tinnitus-Therapie mit Lenire. Kontaktieren Sie uns.