Skip to content

Häufig gestellte Fragen

Haben Sie Fragen zur Tinnitus-Therapie mit Lenire?

Schreiben Sie uns eine E-Mail: kontakt@lenire.com

Wo ist Lenire verfügbar?
woman using lenire

Medizinisch

  • Was sind die Ursachen von Tinnitus?

    Hörverlust als Altersfolge ist bei weitem die häufigste Ursache für Tinnitus.

    Andere Auslöser können sein:
    – Schäden am Trommelfell
    – Mittelohrentzündungen
    – die Menière-Krankheit
    – ein akustisches Trauma ausgelöst durch zu laute Geräusche
    – gewisse Medikamente
    – Kopfverletzungen
    – Kieferprobleme (craniomandibuläre Dysfunktion, kurz CMD)
    – Stress

    In seltenen Fällen wird Tinnitus mit Hörverlusten in Verbindung gebracht, die durch eine Blockade oder eine andere Beeinträchtigung des Mittelohrs verursacht werden. Sie verhindert die Weiterleitung der Schallwellen in das Innenohr.

  • Was sind die Symptome bei Tinnitus?

    Die Erfahrungen von Menschen, die an Tinnitus leiden, sind sehr unterschiedlich. Viele beschreiben ihn als ein irritierendes Klingeln im Ohr. Für andere hört er sich wie ein Rauschen, Sausen, Piepen, Pfeifen oder Pochen an. Er tritt in einem oder beiden Ohren oder im Kopf sowie, in seltenen Fällen, außerhalb des Kopfes auf. Die meisten nehmen ihn den gesamten Tag als kontinuierliches oder in der Lautstärke schwankendes Geräusch wahr. Bei zunehmender Stille, etwa nachts, wenn sie nicht so stark von anderen Tönen überdeckt werden, sind die Ohrgeräusche deutlicher zu hören. Für andere ist es ein Geräusch, das abwechselnd da und weg ist. Einige Betroffene berichten von einem einzigen Ton, während andere eine ganze Palette an Tönen und Geräuschen hören. Zusätzlich zu diesen bekannten Vorkommen kann der Ton selbst sowohl in der Höhe als auch der Lautstärke variieren.

  • Wer ist von Tinnitus betroffen?

    Im Gegensatz zu anderen Erkrankungen ist die öffentliche Wahrnehmung von Tinnitus gering, obwohl rund 10% der deutschen Bevölkerung im Laufe ihres Lebens unter den Symptomen leiden. Das entspricht ca. 10 Millionen Menschen in Deutschland. Das Alter spielt keine Rolle. Selbst Kinder sind betroffen. Statistisch gesehen ist Tinnitus weit häufiger bei Erwachsenen verbreitet. Er wird mit dem Verlust der Hörfähigkeit in Verbindung gebracht. Diese nimmt im Alter zu.

  • Was ist Neuromodulation?

    Neuromodulation ist eine vergleichsweise neue Form der Therapie. Sie kann bei einer ganzen Bandbreite von Erkrankungen angewandt werden. Erst vor kurzem wurde ihr mögliches Potential zur Behandlung von Tinnitus entdeckt. Vereinfacht ausgedrückt, soll sich die neurale Aktivität durch die Aussendung eines gerichteten Reizes (Stimulus) verändern. Dieser wird etwa zur Stimulierung eines Nervs genutzt. Neuromod hat eine Behandlungsmethode für Tinnitus entwickelt. Sie führt das Prinzip der Neuromodulation einen Schritt weiter und kombiniert die gleichzeitige Stimulation zweier Nerven (bimodale Neuromodulation). Die Behandlungsmethode heißt Lenire.

  • Neurowissenschaft in der Tinnitus-Behandlung

    Was versteht man unter Neuroplastizität?
    Wie auch immer es letztlich zu einer Form von Hörverlust gekommen ist – sei es durch den Alterungsprozess, eine Verletzung oder zu hohe Lautstärke – ein sich daraus ergebender Tinnitus wird als Folge von “Neuroplastizität” verstanden. Neuroplastizität ist die Fähigkeit des Gehirns, sich anzupassen und neue Verbindungen zu knüpfen. Es handelt es sich um einen lebenslangen Prozess. Man unterscheidet zwei Arten von Neuroplastizität.

    Adaptive Neuroplastizität
    Unter normalen Umständen ist die Anpassungsfähigkeit des Gehirns sehr hilfreich. Sie kommt bspw. zum Einsatz, wenn das Gedächtnis verbessert oder ein Instrument erlernt werden soll. Dies bezeichnet man als adaptive Neuroplastizität.

    Maladaptive Neuroplastizität
    Im Falle eines Tinnitus‘ wirkt sich Neuroplastizität zum Nachteil des Betroffenen aus. Man spricht dann von “maladaptiver Neuroplastizität”. Die Folgen führen zu einem Ungleichgewicht in den Gehirnabläufen. Aus diesem können unerwünschte gesundheitliche und neurologische Beeinträchtigungen entstehen, darunter auch Tinnitus.

    Das geht folgendermaßen vor sich: Nach einem Hörverlust versucht das Gehirn, sich durch neue Verknüpfungen selbst zu reparieren. Solche Neuverknüpfungen treten auf, wenn unsere Gehirnzellen registrieren, dass sie die gewohnten Töne nicht mehr wahrnehmen können. Anders ausgedrückt, fehlt es ihnen an “akustischer Aktivierung”. Veränderungen bei der Weiterleitung zwischen Ohr und Gehirn sind die Folge. Die Gründe hierfür sind nicht ausreichend bekannt. Man geht davon aus, dass die veränderten Hirnmuster – verursacht durch die fehlgeleitete Neuroplastizität – bei den meisten Betroffenen für das Entstehen der Ohrgeräusche verantwortlich sind.

  • Welchen Tinnitus habe ich?

    Akuter oder chronischer Tinnitus?
    Viele Menschen bekommen Tinnitus für einen überschaubaren Zeitraum. Ohrgeräusche von nicht mehr als drei Monaten Dauer betrachtet man als “akuten Tinnitus”. Er tritt häufig durch zu laute Musik auf. Auslöser können sowohl ein Konzertbesuch als auch der Gebrauch von Kopfhörern sein. Gelegentlich sind eine erhöhte Ohrenschmalzproduktion, die Folgen einer Grippe oder eine Erkältung die Ursache. In den meisten Fällen verschwindet der Tinnitus wieder. In einigen wird er chronisch. Bei bis zu 15% der Menschen unter den etwa 10%, die insgesamt betroffen sind, entwickeln sich die Beschwerden zu einem dauerhaften und lästigen Problem.

    Was ist der Unterschied zwischen subjektivem und objektivem Tinnitus?
    Ganz allgemein ausgedrückt gibt es zwei Arten von Tinnitus.

    Subjektiver Tinnitus wird nur von der Person selbst wahrgenommen. Es handelt sich um die verbreitetste Tinnitus-Art. Sie umfasst alle oben genannten Symptome.

    Objektiver Tinnitus kann von dem Arzt bei einer Untersuchung des Gehörs über das Stethoskop wahrgenommen werden. Die eher seltene Form des Tinnitus‘ wird durch Probleme im Blutkreislauf oder bestimmte Bewegungen der Gehörmuskeln verursacht.

    Die Behandlung von Ohrgeräuschen mit Lenire zielt auf subjektiven Tinnitus ab. Deshalb ist im Folgenden, wenn von Tinnitus die Rede ist, nur dieser gemeint.

    Tinnitus-Schweregrade
    Grad 1: Der Betroffene kann gut mit dem Tinnitus leben.

    Grad 2: Der Tinnitus macht sich hauptsächlich bei Stille bemerkbar und tritt bei Stress und Belastung auf.

    Grad 3: Die Ohrgeräusche führen zu einer andauernden Belastung im privaten und beruflichen Leben.
    Es treten starke Begleiterscheinungen auf. Der Betroffene kann noch arbeiten.

    Grad 4: Völlige Dekompensation. Es liegt eine sehr schwere Beeinträchtigung vor. Der Patient kann nicht mehr arbeiten.

  • Was ist Neuroplastizität?

    Unter Neuroplastizität versteht man die Fähigkeit des Gehirns, sich ständig neu zu vernetzen und neue Verknüpfungen herzustellen. Dieser Prozess hält das ganze Leben lang an. Für gewöhnlich handelt es sich hierbei um hilfreiche Vorgänge, etwa wenn wir das Spielen eines Instrumentes oder eine Sprache erlernen. Man spricht dann von adaptiver Neuroplastizität. Allerdings gibt es auch Formen von maladaptiver Neuroplastizität mit negativen Folgen. Knüpft unser Gehirn neue Verknüpfungen nach einem Gehörverlust, beispielsweise zur Reparatur der Schäden. Dann wird angenommen, dass dies Tinnitus-Symptome auslösen kann. Dies ist dann ein Fall von maladaptiver Neuroplastizität.

  • Was ist bimodale Neuromodulation?

    Bei der bimodalen Neuromodulation werden zwei Nerven gleichzeitig stimuliert und nicht nur ein Nerv. Im Fall von Lenire® wird der Trigeminusnerv über die Zunge stimuliert und gleichzeitig das Gehör. Forschungen haben gezeigt, dass die gemeinsame Stimulierung dieser beiden Nerven eine schnellere adaptive Neuroplastizität fördert, also die Knüpfung positiver neuer Verbindungen im Gehirn. Dies wiederum lenkt die Aufmerksamkeit und mildert die Sensibilität des Gehirns für das Tinnitusgeräusch wesentlich besser ab, als wenn nur ein statt zwei Nerven stimuliert werden.

  • Welchen Einfluss können Hörgeräte auf die Behandlung haben?

    Nach der Anpassung eines Hörgerätes wird dazu geraten 90 Tage zu warten und erst dann eine Behandlung mit Lenire® zu beginnen. Dieser Zeitraum soll sicherstellen, dass der oder die Betroffene sich an das Hörgerät gewöhnt hat und es funktioniert. Patienten sollten ihr Hörgeräte eine Stunde vor Beginn der Anwendung von Lenire® nicht mehr nutzen und auch im Anschluss eine Stunde warten, bis sie sie wieder einsetzen. Dies ist eine Vorsichtsmaßnahme, um eine Überreizung der Gehörnerven zu vermeiden.

  • Gibt es Einschränkungen für Menschen mit einem überempfindlichen Gehör (Hyperakusis)?

    Lenire® wird individuell eingestellt und angepasst. Nach der Anpassung kann die Lautstärke um bis zu 12db erhöht oder reduziert werden. In Fällen von Überempfindlichkeit wird empfohlen, sich vor Beginn der Behandlung mit dem zuständigen medizinischen Fachpersonal zu besprechen.

  • Ist die Behandlung nach zwölf Wochen zu Ende?

    Die von Neuromod durchgeführten medizinischen Studien erstreckten sich über einen Zeitraum von zwölf Wochen. Einige Patienten können bereits nach sechs Wochen Ergebnisse erkennen, bei anderen dauert es zwölf Wochen oder länger. Wenn Sie die erste zwölfwöchige Behandlungsphase beendet haben, wird ihr zuständiger Behandler Ihre Symptome überprüfen und anschließend mit Ihnen gemeinsam besprechen, ob eine Fortsetzung (über die zwölf Wochen hinaus) notwendig und für Sie sinnvoll ist.

  • Für welchen Tinnitus ist Lenire am besten geeignet?

    Lenire wird für Patientinnen und Patienten mit einem sogenannten subjektiven Tinnitus empfohlen. Bei dieser üblichen Form des Tinnitus werden die Geräusche – welcher Art auch immer – nur von der betroffenen Person gehört.

  • Wie wird chronischer Tinnitus behandelt?

    Neuroplastizität ist die Fähigkeit des Gehirns, sich anzupassen und neue Verbindungen zu knüpfen. Es handelt es sich um einen lebenslangen Prozess. Unter normalen Umständen ist die Anpassungsfähigkeit des Gehirns sehr hilfreich. Im Falle eines Tinnitus‘ wirkt sie sich zum Nachteil des Betroffenen aus. Nach einem Hörverlust versucht sich das Gehirn, selbst zu reparieren. Es baut neue Verknüpfungen. Ohrgeräusche können die Folge sein. Man spricht von “maladapriver Neuroplastizität”.

    Wissenschaftliche Forschungen und medizinische Studien zeigten, dass es bei einer kombinierten Stimulation der Gehör- und sogenannten somatosensorischen Nerven (zum Beispiel über die Zunge) besser gelingt, positive Neuroplastizität anzuregen. Bimodale Neuromodulation wirkt der fehlgeleiteten Neuroplastizität entgegen. Sie gilt als Ursache für die Entstehung von Ohrgeräuschen. Die Kombination von Stimuli kann eine größere und nachhaltigere Wirkung bei der Reduzierung des Tinnitus erzielen.

    Diese Erkenntnisse nutzt das non-invasive Verfahren von Lenire. Die Methode wird mit Lenire erstmals vermarktet.

  • Wie funktioniert Neuromodulation?

    Neuromodulation zielt, vereinfacht ausgedrückt, darauf ab, neurale Aktivität durch die Aussendung eines gerichteten Reizes (Stimulus) zu verändern.

    Ein bestimmter Nerv oder Gehirnbereich wird gezielt angeregt. Die neuronalen Aktivitäten im Inneren des Körpers oder Gehirns verändern sich oder passen sich an. Hierfür kann beispielsweise ein schwacher, elektronischer Energieimpuls eingesetzt werden.

    Der Gesundheitszustand soll durch die Behandlung nachhaltig verbessert werden.

    Lenire führt als neue Behandlungsmethode für Tinnitus (Ohrgeräusche) das Prinzip einen Schritt weiter. Es stimuliert zwei Nerven gleichzeitig. Das bezeichnet man als „bimodale Neuromodulation.“

  • Anwendungsbereiche von Neuromodulation

    Anwendungsbereiche von Neuromodulation:
    Epilepsie
    Schmerzen
    Störungen der Bewegungsabläufe
    Depressionen
    Das Potenzial der Neuromodulation zur Behandlung von Tinnitus wurde erst vor kurzem entdeckt.

  • Für welche Personen ist Lenire nicht geeignet?
    • Minderjährige
    • Während einer Schwangerschaft, es sei denn, es wird von einem Arzt angeordnet.
    • Betroffene mit einem Herzschrittmacher, Defibrillator oder ein anderes aktives implantierbares Gerät
    • Betroffene, die an Epilepsie oder anderen Erkrankungen leiden, die zum Bewusstseinsverlust führen können.
    • Betroffene, die Läsionen, Wunden oder Entzündungen in der Mundhöhle haben.
    • Betroffene, die an einer Krankheit leiden die eine Empfindlichkeitsstörung an der Zunge verursacht.

    Es muss vor Therapiebeginn abgeklärt werden, ob Sie für die Behandlung mit Lenire geeignet sind, dies kann durch den Behandler in Ihrer Nähe entschieden werden.

Produkt

  • Ist das Gerät für mich geeignet?

    Lenire ist ein Medizinprodukt. Die Therapie erfordert einen Behandlungsplan, der durch medizinisches Fachpersonal erstellt und überwacht wird. Ergebnisse aus klinischen Studien belegen, dass Lenire Tinnitus beruhigen und lindern kann, wenn es gemäß des Therapieplans angewendet wird. Wie bei allen medizinischen Behandlungen können jedoch viele Faktoren das Ergebnis beeinflussen. Zudem gibt es bestimmte Kontraindikationen für Lenire, wie z.B. ein Herzschrittmacher. Deswegen ist eine vollständige Anamnese durch Ihren Behandler notwendig.

  • Ist das Gerät auch bei pulsierendem Tinnitus geeignet?

    Es gibt viele verschiedene Arten von Ohrgeräuschen. Pulsierender Tinnitus wird als ein Geräusch beschrieben, das rhythmisch ist und einem stetigen Schlag zu folgen scheint.

    In einigen Fällen kann medizinisches Fachpersonal die Ursache des Geräusches identifizieren und behandeln. Wenn der Auslöser nicht identifiziert wird, kann Ihr HNO-Arzt oder Akustiker Lenire in Betracht ziehen.

    Bis heute wurde Lenire bei pulsierendem Tinnitus ohne zugrunde liegende Ursache nicht gründlich untersucht. Wenn Sie Tinnitus als pulsierendes Geräusch empfinden, besprechen Sie die Behandlung mit Ihrem Arzt oder Akustiker.

  • Ich höre verschiedene Arten von Tönen. Funktioniert das Gerät für mich?

    Die Erfahrungen mit Tinnitus können bei jeder Person unterschiedlich sein. Wenn Sie unterschiedliche Geräusche hören, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Akustiker, um herauszufinden, ob Lenire® für Sie empfohlen wird.

  • Wie viel kostet das Gerät?

    Die Kosten für Lenire umfassen die Diagnose – und Therapiekosten des Behandlers und die Kosten für das Gerätesystem. Zu Beginn der Behandlung wird eine ausführliche Diagnose durchgeführt. Die Lenire-Behandler sind alle geschult und ausgewiesene Tinnitus-Experten. Dies ist wichtig, dass es unterschiedliche Gründe für Tinnitus-Beschwerden geben kann. Es wird ein individueller Behandlungsplan erstellt und es gibt Kontrolltermine, um einen bestmöglichen Behandlungserfolg zu erzielen. Sie erwerben das Geräte-System. Die genauen Kosten werden durch den Behandler festgelegt. Der Preis hängt auch vom Umfang der Behandlung ab, beispielsweise die Anzahl und Dauer der Termine, begleitende Telefonate und weitere Lerneinheiten. Dies hängt auch vom individuellen Fall ab, der Behandler entscheidet dann über den nötigen Umfang der Behandlung, um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen. Viele Behandler bieten eine Probephase an, hier können Sie Lenire gegen eine Aufwandsentschädigung für 6-8 Wochen testen und zahlen dann eine Aufwandsentschädigung.

    Bitte kontaktieren Sie Ihren Arzt oder Akustiker wenn Sie mehr über die Kosten erfahren wollen: Arzt und Akustiker finden.

  • Ist eine Probephase möglich?

    Viele Behandler bieten gegen eine Aufwandsentschädigung eine Probephase an. Das bedeutet Sie können Lenire testen und dann entscheiden, ob die Therapie Ihnen hilft. Bitte kontaktieren Sie die Behandler direkt, da die Preise von den Behandlern festgelegt werden. Der Preis hängt auch vom Umfang der Behandlung ab, beispielsweise von der Anzahl und Dauer Termine, begleitende Telefonate, spezielle Lerneinheit zum Thema Tinnitus oder weitere begleitende Behandlungsbestandteile.

  • Kann ich Lenire von der Steuer absetzen?

    Ja, Aufwendungen für Gesundheitsdienstleistungen und Medizinprodukte können in vielen Fällen von der Steuer abgesetzt werden, dies ist abhängig vom Einkommen, hier nähere Infos:

    1.) Generell können „außergewöhnliche Belastungen“ steuerlich geltend gemacht werden.
    2.) Darunter können auch Krankheitskosten fallen.
    3.) Neben einer Reihe an definierten Leistungen, die darunterfallen (Hörgeräte, Künstliche Befruchtung, Zahnersatz, Sehhilfen,..), können auch wissenschaftlich nicht anerkannte Behandlungsmethoden (z.B. Frisch- und Trockenzellenbehandlungen, Sauerstoff-, Chelat- und Eigenbluttherapie) als Krankheitskosten geltend gemacht werden. § 64 EStDV Nachweis von Krankheitskosten und der… – dejure.org
    Voraussetzung ist immer: medizinische Notwendigkeit der Behandlung durch ein amtsärztliches Attest vor Beginn der Therapie.
    4.) Als „außergewöhnliche Belastung“ gilt jedoch nur der Kostenanteil welcher den „zumutbaren Grenzwert“ übersteigt. Dieser ist Abhängig von Einkommen, Kindern und Familienstand. So würde Lenire® (2.7000€) den zumutbaren Wert um folgende Beträge übersteigen:
    Single 40k Einkommen  454€
    1 Kind 40k Einkommen  1654€
    1 Kind 50k Einkommen  1354€
    3 Kinder 50k Einkommen  2200€
    3 Kinder 80k Einkommen  1612€

  • Informationen zur Kostenübernahme (Erstattung) der gesetzlichen Krankenkassen zu neuen Behandlungsmethoden

    Lenire ist eine sehr neue Behandlungsmethode, leider gibt es noch keine generelle Erstattung durch die gesetzlichen Krankenkassen. Es gibt die Möglichkeit einen Einzelfallantrag einzureichen, hier entscheidet jede Krankenkasse dann individuell. Wir können Sie hier unterstützen, schreiben Sie uns bitte hierfür an kontakt@lenire.com. Die Prüfung eines Antrags durch die Krankenkassen kann jedoch dauern.

  • Wo sollte der „Tonguetip” am besten aufbewahrt werden?

    Als sicherster Aufbewahrungsort wird der Tragebehälter empfohlen, der als Teil des Gesamtpakets mitgeliefert wird. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass der „Tonguetip®“ stets in einer trockenen, sauberen Umgebung aufbewahrt wird. Er darf nicht nicht in Berührung mit Chemikalien, Lebensmitteln, Flüssigkeiten oder Tieren kommen.

  • Muss der „Tonguetip®“ gereinigt werden?

    Ja. Vor jedem Gebrauch sollte der „Tonguetip®“ von neuem mit frischem Wasser oder 70%igem Isopropylalkohol (auch bekannt als 2-Propanol oder Isopropanol, kurz IPA) gesäubert werden. Hierzu finden Sie in der Lenire®-Gebrauchsanleitung genauere Anweisungen. Nach der Reinigung sollten Wassertropfen oder Reste des IPA mithilfe eines faserfreien Tuches abgewischt und der „Tonguetip“ an der Luft getrocknet werden, sofern Sie ihn nicht sofort für eine Behandlung nutzen. Bitte beachten Sie, dass außer den genannten keine anderen Reinigungsmittel (z.B. Wasch- oder Bleichmittel, Natron, Essig) benutzen werden dürfen, da dies zu Beschädigungen am Gerät führen kann.

  • Kann Lenire im Laden gekauft werden?

    Nein. Lenire wird genau auf Ihre Bedürfnisse und Ihr Hörprofil angepasst. Ihr Tinnitus muss vorher untersucht werden. Dies kann nur durch qualifiziertes medizinisches Fachpersonal durchgeführt werden. Sind Sie für die Therapie mit Lenire geeignet, dann ist eine Einweisung in die Nutzung des Geräts durch medizinisches Fachpersonal notwendig. Dadurch bekommen Sie Sicherheit im Umgang mit dem Gerät und können es dann bei Ihnen zu Hause anwenden.

  • Warum hat der „Tonguetip“ nur eine begrenzte Betriebsdauer?

    Nach einer Gesamtbetriebsdauer von 180 Stunden kann der Tonguetip nicht mehr genutzt werden. Dies bedeutet, dass bei einer täglichen Anwendung von 60 Minuten der Tonguetip nach sechs Monaten nicht mehr einsatzfähig ist. Dadurch wird sichergestellt, dass die Sauberkeit und die Unversehrtheit der für die Stimulierung verantwortlichen Elektroden gewahrt bleiben.

  • Wird für Lenire eine Garantie gewährt?

    Auf das Gerät gibt es zwei Jahre Garantie, da die erwartete Betriebsbereitschaft des Controllers zwei Jahre beträgt.

  • Besitzt das Gerät eine CE-Kennzeichnung?

    Ja. Das Gerät besitzt ein CE-Kennzeichnung für medizinische Produkte. Es wurde als ein Produkt mit niedrigem Risikowert eingestuft und entspricht den offiziellen Sicherheitsvorschriften der EU.

  • Wie wirkt Lenire?

    Kommt es im zentralen Nervensystem des Gehirns zu fehlerhaften neuronalen Anpassungen, so kann Tinnitus entstehen. Dies kann bei Betroffenen zum Beispiel durch einen Hörverlust ausgelöst werden. Die subjektive Wahrnehmung des Tinnitus geht einher mit einer gesteigerter Aktivität im Bereich der zentralen Hörbahn. 

    Um die Tinnitus-Beschwerden zu lindern, muss diesen fehlerhaften Anpassungen im Gehirn entgegengewirkt werden. Hierfür benötigt das Gehirn neue Reize.

    Dieses Prinzip kommt in der Behandlung mit Lenire durch die sogenannte bimodale Neuromodulation zum Einsatz. Durch spezifische Klangmuster und gleichzeitige sanfte elektrische Stimuli an der Zungenspitze werden im Gehirn neuronale Anpassungen ausgelöst. Das Abgeben von Reizen an die Nervenendigungen an der Zungenspitze verstärkt dabei die neuronale Anpassungen durch die simultane akustische Stimulation und steigert die Sensibilität des Gehörs für die wahrgenommenen Töne. Dies kann  zu einer verminderten Wahrnehmung des Tinnitus führen.

    Umfangreiche klinische Studien belegen die Wirkung von Lenire.

  • Braucht es einen operativen Eingriff?

    Ein operativer Eingriff ist nicht erforderlich. Der HNO-Arzt oder Akustiker passt das Gerät gezielt auf Ihre Bedürfnisse an. Sie führen die Therapie dann zu Hause durch.

  • Wie wurde Lenire getestet?

    Klinische Studien mit mehr als 500 Teilnehmern haben gezeigt, dass Lenire® Tinnitus lindern kann.

  • Wie nachhaltig ist die Therapie für Tinnitus-Betroffene?

    80,1% der therapietreuen Teilnehmer einer Studie mit 326 Probanden berichten auch 12 Monate nach der Behandlung von einer Verbesserung ihrer Tinnitus-Symptome.

Technische

  • Wie lange sollte eine tägliche Anwendung dauern?

    Empfohlen werden täglich zwei 30-minütige Sitzungen mit Lenire. Diese können zu unterschiedlichen Zeitpunkten am Tag oder in direktem Anschluss durchgeführt werden, ganz wie Sie es einrichten können.

  • Wie viele Termine sind bei Ihrem Behandler notwendig?

    Vorgesehen sind ein Einführungstermin, bei dem das Gerät auf Ihre Bedürfnisse eingestellt wird. Dann erfolgt eine Überprüfung nach sechs Wochen, um mit Ihnen über den bisherigen Verlauf zu sprechen. Am Ende haben Sie eine Abschlusssitzung mit Ihrem behandelnden medizinischen Fachpersonal. In dieser Sitzung besprechen Sie die Ergebnisse und entscheiden gemeinsam, ob durch eine Fortsetzung der Behandlung mit Lenire® für Sie noch weitere Verbesserungen möglich erscheinen. Sollte es während der Anwendung zu Problemen irgendwelcher Art kommen, können natürlich jederzeit zusätzliche Termine vereinbart werden.

  • Kann das Gerät mit einer anderen von Tinnitus betroffenen Person geteilt werden?

    Nein. Da die Behandlung ganz spezifisch auf die Bedürfnisse des jeweiligen Patienten ausgerichtet ist, etwa auf der Basis seines audiologischen Profils, sollte das Gerät nicht mit anderen Personen geteilt werden.

  • Was darf man während der Anwendung tun?

    Empfohlen wird für jede Anwendung eine stille Umgebung, die Ihrer Entspannung förderlich ist. Es ist förderlich eine bequeme Haltung einzunehmen. Ablenkungen wie etwa Fernsehen nebenher sollten besser vermieden werden, um bessere Behandlungsergebnisse zu erzielen. Haben Sie Probleme zur Ruhe zu kommen, dann können Sie zur Entspannung etwas lesen.Ist die Anwendung auch im Liegen möglich?

  • Gibt es eine Tageszeit, zu der die Behandlung (im Hinblick auf die Ergebnisse) besonders effektiv ist?

    Sofern möglich, sollten Sie eine Routine entwickeln, bei der Sie Behandlung täglich zur gleichen Zeit (oder zu gleichen Zeiten) durchführen. Eine Anwendung am Morgen und eine am Abend sind ein übliches Vorgehen, doch wichtiger als die gewählte(n) Tageszeit(en) ist das Einhalten eines bestimmten gleichmäßigen Ablaufes.

  • Kann Lenire auch über Lautsprecher statt Kopfhörer verwendet werden?

    Lenire wurde so entwickelt, dass es mit Kopfhörern funktioniert, die beim Kauf mit zur Verfügung gestellt werden. Das System kann nicht via Bluetooth mit anderen Geräten – wie etwa Lautsprechern – verbunden werden. Die Verwendung von Kopfhörern hat sich bei der Behandlung als sehr erfolgreich erwiesen, Methoden mithilfe anderer Audiogeräte wurden bislang noch nicht ausreichend getestet.

  • Was tun bei technischen Problemen mit den Geräten?

    Sollte es zu technischen Problemen wie Fehlfunktionen bei ihrem Lenire® -System kommen, dann wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges medizinisches Fachpersonal oder nehmen Sie über die folgende Mailadresse Kontakt zu unserem technischen Support auf: technicalsupport@neuromoddevices.com

  • Können die mitgelieferten Kopfhörer auch für andere Zwecke als nur die Behandlung genutzt werden?

    Es wird empfohlen, die Kopfhörer ausschließlich für die Behandlung zu verwenden.

  • In den Kopfhörer kommt es während der Anwendung immer wieder zu kurzen Störgeräuschen – was könnte die Ursache sein und hat dies Auswirkungen auf die Behandlung?

    Vermutlich handelt es hierbei um kurze Unterbrechungen in Ihrer Bluetooth-Verbindung. Bitte vergewissern Sie sich, dass alle Bluetooth-kompatiblen Geräte in der Nähe ausgeschaltet sind. Auf die Behandlung haben diese kurzen Störgeräusche keine Auswirkung.

  • Können zur Behandlung auch andere Kopfhörer benutzt werden?

    Lenire sollte nur mit den bereitgestellten Kopfhörern verwendet werden. Der Grund hierfür ist, dass diese speziell auf den Gebrauch für das Gerät ausgerichtet wurden.

  • Der „Tonguetip“ hinterläßt auf der Zunge gelegentlich einen metallischen Nachgeschmack – ist das normal?

    Die Elektroden des „Tonguetip“ bestehen aus Edelstahl. Hin und wieder haben einige Patienten von einem metallischen Geschmack bei der Benutzung berichtet, der wohl auf dieses Material zurückzuführen ist. Dabei handelt es sich allerdings um einen erwartbaren Nebeneffekt bei der Nutzung des „Tonguetip“, der normal und völlig unbedenklich ist.

  • Was, wenn der „Tonguetip“ zu stark oder zu schwach eingestellt ist?

    Der „Tonguetip“ wird bei jedem Termin neu justiert. Sie können die vom „Tonguetip“ ausgesandten Impulse am Gerät selbst schwächer oder stärker einstellen. Insgesamt hat dies auf die Behandlung keinen Einfluss, sondern dient lediglich Ihrem persönlichen Wohlempfinden.

  • Wie lange muss der Controller aufgeladen werden?

    Für gewöhnlich braucht der Controller drei bis vier Stunden, um vollständig aufgeladen zu werden. Sobald die Batterieanzeige grün aufleuchtet, ist das Gerät vollständig geladen. Einmal aufgeladen, sollte das Gerät für die nächsten ungefähr zwanzig Behandlungen zur Verfügung stehen, bevor es neu aufgeladen werden muss.

  • Wie lange müssen die Kopfhörer aufgeladen werden?

    Für gewöhnlich brauchen die Kopfhörer zwei bis drei Stunden, um vollständig aufgeladen zu werden. Sobald sie vollständig geladen sind, geht das rote Licht neben dem Ladekabelanschluss aus. Einmal aufgeladen, sollten die Kopfhörer für in etwa die nächsten ungefähr zwölf Behandlungen zur Verfügung stehen, bevor sie neu aufgeladen werden müssen.

  • Können die abgespielten Töne auf dem Lenire Gerät verändert werden?

    Die Audio-Einstellungen auf dem Lenire Gerät werden von Ihrem medizinischen Fachpersonal auf Ihre individuellen Bedürfnisse hin eingestellt. Je nach den Fortschritten bei der Behandlung ist es durchaus möglich, dass Ihr Behandler Ihnen bei einem Untersuchungstermin eine Änderung bei der Stimulierung vorschlägt, die auch eine Veränderung der Audio-Einstellungen mit sich bringt.

  • Was, wenn die Audio-Einstellungen zu laut oder zu leise sind?

    Bei dem ersten Behandlungstermin mit dem zuständigen medizinischen Fachpersonal wird das Gerät so eingestellt, dass es der optimalen Reizschwelle Ihres Gehörs entspricht. Sie können die Lautstärke mithilfe der Kontrollknöpfe am Gerät selbst regeln. Sollten Sie sehr hörempfindlich reagieren, besprechen Sie dies bitte mit Ihrem Behandler.