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Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie medizinische, produktbezogene und technische Fragen über das Lenire Tinnitus-Behandlungsgerät.

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Medizinisch

  • Was sind die Ursachen von Tinnitus?

    Hörverlust als Altersfolge ist bei weitem die häufigste Ursache für Tinnitus.

    Andere Auslöser können sein:
    – Schäden am Trommelfell
    – Mittelohrentzündungen
    – die Menière-Krankheit
    – ein akustisches Trauma ausgelöst durch zu laute Geräusche
    – gewisse Medikamente
    – Kopfverletzungen
    – Kieferprobleme (craniomandibuläre Dysfunktion, kurz CMD)
    – Stress

    In seltenen Fällen wird Tinnitus mit Hörverlusten in Verbindung gebracht, die durch eine Blockade oder eine andere Beeinträchtigung des Mittelohrs verursacht werden. Sie verhindert die Weiterleitung der Schallwellen in das Innenohr.

  • Was sind die Symptome bei Tinnitus?

    Die Erfahrungen von Menschen, die an Tinnitus leiden, sind sehr unterschiedlich. Viele beschreiben ihn als ein irritierendes Klingeln im Ohr. Für andere hört er sich wie ein Rauschen, Sausen, Piepen, Pfeifen oder Pochen an. Er tritt in einem oder beiden Ohren oder im Kopf sowie, in seltenen Fällen, außerhalb des Kopfes auf. Die meisten nehmen ihn den gesamten Tag als kontinuierliches oder in der Lautstärke schwankendes Geräusch wahr. Bei zunehmender Stille, etwa nachts, wenn sie nicht so stark von anderen Tönen überdeckt werden, sind die Ohrgeräusche deutlicher zu hören. Bei anderen kommt und geht das Geräusch. Einige Betroffene berichten von einem einzigen Ton, während andere eine ganze Palette an Tönen und Geräuschen hören. Zusätzlich zu all diesen allgemeinen Variationen kann auch das Ohrgeräusch selbst sowohl in der Tonhöhe als auch in der Lautstärke variieren.

  • Wer ist von Tinnitus betroffen?

    Im Gegensatz zu anderen Erkrankungen ist die öffentliche Wahrnehmung von Tinnitus gering, obwohl rund 10% der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens unter den Symptomen leiden. Das entspricht ca. 10 Millionen Menschen in Deutschland.

    Wenn man die neuesten Bevölkerungszahlen aus den USA zugrunde legt (2019 waren es etwas mehr als 328 Millionen), sind es dort allein 32-49 Millionen Menschen, die mit Tinnitus-Symptomen leben. Menschen aller Altersgruppen können daran erkranken, sogar Kinder. Statistisch gesehen tritt Tinnitus jedoch häufiger bei Erwachsenen auf, da er mit einem Hörverlust einhergeht, der vermutlich mit dem Alter zunimmt.

    Bei vielen Menschen tritt Tinnitus nur für kurze Zeit auf („akuter Tinnitus“ ist ein Tinnitus, der höchstens drei Monate andauert). Er kann auftreten, wenn man lauter Musik ausgesetzt war, z. B. bei einem Konzert oder über Kopfhörer, er kann aber auch durch übermäßigen Ohrenschmalz oder infolge einer Erkältung oder einer Grippe entstehen. In vielen Fällen verschwindet er wieder, aber bei einigen Menschen bleibt es bestehen und kann zu einem chronischen und lästigen Problem werden.

  • Was ist Neuromodulation?

    Die Neuromodulation ist eine Behandlung, die bei einer Vielzahl von Erkrankungen wie Schmerzen und Depressionen eingesetzt werden kann.

    Dabei wird die Aktivität der Nervenzellen verändert, indem ein Reiz (z. B. ein milder elektrischer Impuls) auf das Nervensystem ausgeübt wird. Durch diese Stimulation wird die Körper- oder Hirnaktivität so verändert oder angepasst, dass sich die jeweiligen Beschwerden bessern.

    Lenire setzt Neuromodulation zur Linderung von Tinnitus ein.

  • Welche Art von Tinnitus habe ich?

    Im Allgemeinen werden zwei Arten von Tinnitus unterschieden: Subjektiver Tinnitus und objektiver Tinnitus.

    Subjektiver Tinnitus ist ein Tinnitus, den nur die betroffene Person selbst hören kann. Dies ist die häufigste Art von Tinnitus und umfasst alle oben genannten Symptome.

    Objektiver Tinnitus ist ein Tinnitus, den Ihr Arzt bei einer Untersuchung mit einem Stethoskop am Ohr hören kann. Diese seltene Art von Tinnitus kann durch ein Problem mit den Blutgefäßen oder durch Kontraktionen der Ohrmuskeln verursacht werden.

    Lenire ist eine bimodale Neuromodulationsbehandlung, die sich auf den subjektiven Tinnitus konzentriert; daher dreht sich auf unserer Website alles um den subjektiven Tinnitus.

  • Was ist Neuroplastizität?

    Unter Neuroplastizität versteht man die Fähigkeit des Gehirns, sich ständig neu zu vernetzen und neue Verknüpfungen herzustellen. Dieser Prozess hält das ganze Leben lang an. Für gewöhnlich handelt es sich hierbei um hilfreiche Vorgänge, etwa wenn wir das Spielen eines Instrumentes oder eine Sprache erlernen. Man spricht dann von adaptiver Neuroplastizität.

    Allerdings gibt es auch Formen von maladaptiver Neuroplastizität mit negativen Folgen. Wenn unser Gehirn beispielsweise versucht, sich infolge eines Hörschadens neu zu vernetzen, was zur Entstehung von Tinnitus-Symptomen beiträgt, wäre dies eine maladaptive Wirkung der Neuroplastizität.

  • Was ist bimodale Neuromodulation?

    Unter bimodaler Neuromodulation versteht man die gleichzeitige Stimulation von nicht nur einem, sondern zwei Nerven. Bei der Lenire-Technologie wird beispielsweise eine Stimulation über die Zunge mit einer auditorischen Stimulation über das Ohr kombiniert.
    Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die kombinierte Stimulation dieser beiden Nerven eine stärkere adaptive Neuroplastizität bewirkt, was wiederum die Aufmerksamkeit und Empfindlichkeit des Gehirns gegenüber dem Tinnitus stärker reduziert als die alleinige Stimulation eines einzelnen Nervs.

  • Gibt es Einschränkungen für Menschen mit einem überempfindlichen Gehör (Hyperakusis)?

    Lenire® wird individuell eingestellt und angepasst. Nach der Anpassung kann die Lautstärke um bis zu 12db erhöht oder reduziert werden. In Fällen von Überempfindlichkeit wird empfohlen, sich vor Beginn der Behandlung mit dem zuständigen medizinischen Fachpersonal zu besprechen.

  • Ist die Behandlung nach zwölf Wochen zu Ende? Wie schnell spüre ich eine Veränderung?

    Die von Neuromod durchgeführten medizinischen Studien erstreckten sich über einen Zeitraum von zwölf Wochen. Einige Patienten können bereits nach sechs Wochen Ergebnisse erkennen, bei anderen dauert es zwölf Wochen oder länger. Wenn Sie die erste zwölfwöchige Behandlungsphase beendet haben, wird ihr zuständiger Behandler Ihre Symptome überprüfen und anschließend mit Ihnen gemeinsam besprechen, ob eine Fortsetzung (über die zwölf Wochen hinaus) notwendig und für Sie sinnvoll ist.

  • Für welchen Tinnitus ist Lenire am besten geeignet?

    Lenire wird für Patientinnen und Patienten mit einem sogenannten subjektiven Tinnitus empfohlen. Bei dieser üblichen Form des Tinnitus werden die Geräusche – welcher Art auch immer – nur von der betroffenen Person gehört.

  • Schwankung der Tinnitus-Stärke während der Lenire Nutzung

    In der klinischen Studie mit 326 Teilnehmern (TENT-A1-Studie) wurde bei manchen Patienten eine Schwankung oder Verschlechterung der Tinnitus-Symptome zu Beginn der Behandlung festgestellt. Im Fortgang der zwölfwöchigen Behandlung wurden diese Veränderungen immer weniger beobachtet. Im Allgemeinen konnten diese Veränderungen nur bei wenigen Patienten festgestellt werden und in keinem Fall kam es zu einer langfristigen Verschlechterung der Symptome. Die Studie zeigt, dass die Behandlung mit Lenire sicher angewendet werden kann.

    Es wird empfohlen die Behandlung mit Lenire für mindestens 10 Wochen durchzuführen. Bei einer signifikanten Verschlechterung konsultieren Sie bitte Ihren Behandler.

  • Ist Tinnitus ein anhaltendes Problem?

    Die meisten Tinnitus-Betroffenen stört der Tinnitus nicht sonderlich; sie empfinden ihn vielleicht nur als leicht lästig und lernen schließlich, damit zu leben. Für manche Menschen kann das Leben mit Tinnitus jedoch schwerwiegende Auswirkungen auf ihre Lebensqualität haben: Er kann Angstzustände, Stress und Depressionen auslösen und das Hörvermögen, den Schlaf und die Konzentration beeinträchtigen. Die gute Nachricht ist, dass Tinnitus, egal ob er leicht oder schwer ist, keine lebensbedrohliche Erkrankung ist.

    Glücklicherweise wird bei den meisten Menschen der Tinnitus mit der Zeit besser. Das liegt daran, dass das Gehirn allmählich lernt, den Tinnitus herauszufiltern und ihm keine Aufmerksamkeit zu schenken. Dieser Prozess wird als „Habituation“ bezeichnet. Diese Gewöhnung ist eines der Hauptziele von Tinnitusbehandlungen und Tinnitus-Managementtherapien.

  • Kann man Tinnitus heilen?

    Nein. Es ist jedoch klinisch erwiesen, dass Lenire bei Tinnitus Linderung verschafft. Die klinischen Studien von Lenire haben gezeigt, dass das medizinische Gerät den Tinnitus wirksam lindert und langfristig Erleichterung verschaffen kann. Darüber hinaus hat sich Lenire bei der Linderung von Tinnitus als wirksamer erwiesen als eine reine Audiotherapie.

  • Was ist der Vorteil an bimodaler Neuromodulation bei der Tinnitusbehandlung?

    Das non-invasive Lenire-Gerät kombiniert die Stimulation auditiver Nerven (über das Ohr) und somatosensorischer Nerven (z. B. über die Zunge). Verschiedene Forschungsarbeiten und klinische Studien haben gezeigt, dass diese Kombination effektiver ist, als die Stimulation eines einzelnen Nervs, wenn es darum geht, die für die Linderung der Tinnitus-Symptome wichtige positive Neuroplastizität auszulösen. Der Prozess wirkt gleichzeitig der ungünstigen Neuroplastizität entgegen, die einen Tinnitus überhaupt erst entstehen lässt.

  • Was kann ich tun, wenn ich Tinnitus habe?

    Für viele Menschen ist es schwierig, die genaue Ursache ihrer Tinnitus-Symptome herauszufinden.

    Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Patienten mit Tinnitus ihren Hausarzt aufsuchen und sich umfassend untersuchen lassen, um die zugrunde liegende Ursache zu diagnostizieren. In einigen Fällen kann die Beseitigung der Ursache die Wahrnehmung des Tinnitus lindern, z. B. bei einer Ohrenentzündung.

    Kann der Hausarzt die Ursache nicht feststellen, werden die Patienten zur weiteren Untersuchung an einen HNO-Arzt überwiesen. Zur weiteren Abklärung des Problems kann eine MRT-/CT-Untersuchung durchgeführt werden.

    Die Patienten können auch an einen Hörakustiker überwiesen werden, um ihr Gehör untersuchen zu lassen.

    Akustiker, die sich auf Tinnitus spezialisiert haben, können den Betroffenen die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten und Therapien erläutern und die ihrer Meinung nach am besten geeigneten Methoden für die jeweilige Person aufzeigen.

  • Wie kann ich lernen mit Tinnitus umzugehen?

    Es gibt derzeit keine Heilung für Tinnitus, aber es gibt Behandlungen, die dazu beitragen können, die Auswirkungen des Tinnitus zu verringern, so dass Sie ein normales, aktives Leben führen können. Das Ziel vieler Behandlungen ist es, Ihnen zu helfen, Ihren Tinnitus so weit zu kontrollieren, dass er keine große Belastung mehr darstellt. Einige Behandlungen zielen auch darauf ab, den Stress zu reduzieren, der mit Tinnitus verbunden sein kann.

    Der beste Weg, um Ihren Tinnitus in den Griff zu bekommen, ist der Besuch einer ausgebildeten Tinitus-Fachkraft. Die Behandlung, die einem Patienten empfohlen wird, hängt von der Art des Tinnitus ab und davon, wie sich der Tinnitus auf ihn auswirkt und ob er noch andere Probleme hat. Sie hängt auch davon ab, was für den jeweiligen Patienten angenehm oder akzeptabel ist.

    Unabhängig davon, welcher Behandlungsweg Ihnen empfohlen wird, ist es wichtig zu wissen, dass es eine Weile dauern kann, bis eine Besserung eintritt. Manchmal wird eine sofortige Linderung erreicht. Letztendlich geht es aber darum, sich mit dem Tinnitus zu arrangieren und zu erkennen, dass er die Lebensqualität nicht zu stark beeinträchtigen muss, und vor allem, dass man ihn unter Kontrolle bringen kann.

Produkt

  • Wie viel kostet das Lenire-Gerät?

    Die Kosten für Lenire umfassen die Diagnose – und Therapiekosten des Behandlers und die Kosten für das Gerätesystem. Zu Beginn der Behandlung wird eine ausführliche Diagnose durchgeführt. Die Lenire-Behandler sind alle geschult und ausgewiesene Tinnitus-Experten.

    Neuromod Devices stellt das Gerät her und bietet Ärzten eine Orientierungshilfe zu den empfohlenen Verkaufspreisen für die Behandlung. Der Preis für das Behandlungsprogramm wird jedoch von jedem Arzt selbst festgelegt, wobei die Kosten für seine Zeit und sein Fachwissen sowie das Gerät selbst berücksichtigt werden.

    Bitte kontaktieren Sie einen behandelnden Arzt oder Akustiker, wenn Sie mehr über die Kosten erfahren wollen: Arzt und Akustiker finden.

  • Kann ich Lenire von der Steuer absetzen?

    Ja, Aufwendungen für Gesundheitsdienstleistungen und Medizinprodukte können in vielen Fällen von der Steuer abgesetzt werden, dies ist abhängig vom Einkommen, hier nähere Infos:

    1.) Generell können „außergewöhnliche Belastungen“ steuerlich geltend gemacht werden.
    2.) Darunter können auch Krankheitskosten fallen.
    3.) Neben einer Reihe an definierten Leistungen, die darunterfallen (Hörgeräte, Künstliche Befruchtung, Zahnersatz, Sehhilfen,..), können auch wissenschaftlich nicht anerkannte Behandlungsmethoden (z.B. Frisch- und Trockenzellenbehandlungen, Sauerstoff-, Chelat- und Eigenbluttherapie) als Krankheitskosten geltend gemacht werden. Voraussetzung ist immer: medizinische Notwendigkeit der Behandlung durch ein amtsärztliches Attest vor Beginn der Therapie.
    4.) Als „außergewöhnliche Belastung“ gilt jedoch nur der Kostenanteil welcher den „zumutbaren Grenzwert“ übersteigt. Dieser ist Abhängig von Einkommen, Kindern und Familienstand.

  • Informationen zur Kostenübernahme (Erstattung) der gesetzlichen Krankenkassen zu neuen Behandlungsmethoden

    Lenire ist eine sehr neue Behandlungsmethode, leider gibt es noch keine generelle Erstattung durch die gesetzlichen Krankenkassen. Es gibt die Möglichkeit einen Einzelfallantrag einzureichen, hier entscheidet jede Krankenkasse dann individuell. Die Prüfung eines Antrags durch die Krankenkassen kann jedoch mehrere Wochen dauern.

  • Wo sollte der „Tonguetip” am besten aufbewahrt werden?

    Als sicherster Aufbewahrungsort wird der Tragebehälter empfohlen, der als Teil des Gesamtpakets mitgeliefert wird. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass der „Tonguetip®“ stets in einer trockenen, sauberen Umgebung aufbewahrt wird. Er darf nicht nicht in Berührung mit Chemikalien, Lebensmitteln, Flüssigkeiten oder Tieren kommen.

  • Muss der „Tonguetip®“ gereinigt werden?

    Ja. Vor jedem Gebrauch sollte der „Tonguetip®“ von neuem mit frischem Wasser oder 70%igem Isopropylalkohol (auch bekannt als 2-Propanol oder Isopropanol, kurz IPA) gesäubert werden. Hierzu finden Sie in der Lenire®-Gebrauchsanleitung genauere Anweisungen. Nach der Reinigung sollten Wassertropfen oder Reste des IPA mithilfe eines faserfreien Tuches abgewischt und der „Tonguetip“ an der Luft getrocknet werden, sofern Sie ihn nicht sofort für eine Behandlung nutzen. Bitte beachten Sie, dass außer den genannten keine anderen Reinigungsmittel (z.B. Wasch- oder Bleichmittel, Natron, Essig) benutzen werden dürfen, da dies zu Beschädigungen am Gerät führen kann.

  • Kann Lenire im Laden gekauft werden?

    Nein. Lenire wird genau auf Ihre Bedürfnisse und Ihr Hörprofil angepasst. Ihr Tinnitus muss vorher untersucht werden. Dies kann nur durch qualifiziertes medizinisches Fachpersonal durchgeführt werden. Sind Sie für die Therapie mit Lenire geeignet, dann ist eine Einweisung in die Nutzung des Geräts durch medizinisches Fachpersonal notwendig. Dadurch bekommen Sie Sicherheit im Umgang mit dem Gerät und können es dann bei Ihnen zu Hause anwenden.

  • Warum hat der „Tonguetip“ nur eine begrenzte Betriebsdauer?

    Nach einer Gesamtbetriebsdauer von 180 Stunden kann der Tonguetip nicht mehr genutzt werden. Dies bedeutet, dass bei einer täglichen Anwendung von 60 Minuten der Tonguetip nach sechs Monaten nicht mehr einsatzfähig ist. Dadurch wird sichergestellt, dass die Sauberkeit und die Unversehrtheit der für die Stimulierung verantwortlichen Elektroden gewahrt bleiben.

  • Wird für Lenire eine Garantie gewährt?

    Ja, auf das Gerät wird eine Garantie von drei Jahren gewährt.

    • Controller: Die erwartete Nutzungsdauer des Lenire-Controllers beträgt drei Jahre.
    • Tonguetip: Die erwartete Gesamtlebensdauer des Lenire Tonguetip beträgt 180 Stunden. Das bedeutet, dass bei einer durchschnittlichen Behandlungsdauer von 60 Minuten pro Tag die Lebensdauer Ihres Tonguetip nach 6 Monaten nicht mehr einsatzfähig ist. Dadurch werden die Sauberkeit und die Unversehrtheit der Elektroden, die die Stimulation liefern, gewährleistet.
  • Besitzt das Gerät eine CE-Kennzeichnung?

    Ja. Das Gerät besitzt ein CE-Kennzeichnung für medizinische Produkte. Es wurde als ein Produkt mit niedrigem Risikowert eingestuft und entspricht den offiziellen Sicherheitsvorschriften der EU.

  • Wie wirkt Lenire?

    Kommt es im zentralen Nervensystem des Gehirns zu fehlerhaften neuronalen Anpassungen, so kann Tinnitus entstehen. Dies kann bei Betroffenen zum Beispiel durch einen Hörverlust ausgelöst werden. Die subjektive Wahrnehmung des Tinnitus geht einher mit einer gesteigerter Aktivität im Bereich der zentralen Hörbahn. 

    Um die Tinnitus-Beschwerden zu lindern, muss diesen fehlerhaften Anpassungen im Gehirn entgegengewirkt werden. Hierfür benötigt das Gehirn neue Reize.

    Dieses Prinzip kommt in der Behandlung mit Lenire durch die sogenannte bimodale Neuromodulation zum Einsatz. Durch spezifische Klangmuster und gleichzeitige sanfte elektrische Stimuli an der Zungenspitze werden im Gehirn neuronale Anpassungen ausgelöst. Das Abgeben von Reizen an die Nervenendigungen an der Zungenspitze verstärkt dabei die neuronale Anpassungen durch die simultane akustische Stimulation und steigert die Sensibilität des Gehörs für die wahrgenommenen Töne. Dies kann  zu einer verminderten Wahrnehmung des Tinnitus führen.

    Umfangreiche klinische Studien belegen die Wirkung von Lenire.

  • Braucht es einen operativen Eingriff?

    Ein operativer Eingriff ist nicht erforderlich. Der HNO-Arzt oder Akustiker passt das Gerät gezielt auf Ihre Bedürfnisse an. Sie führen die Therapie dann zu Hause durch.

  • Wie wirksam ist Lenire?

    Lenire hat sich in klinischen Studien mit mehr als 600 Teilnehmenden als sichere und wirksame Tinnitusbehandlung erwiesen.

    • TENT-A1 (Studie 1): Im Rahmen dieser Studie berichteten 86,2 % der therapietreuen Teilnehmer über eine Verbesserung ihres THI-Wertes nach 12 Wochen Behandlung. 80,1 % berichteten über eine Verbesserung, die 12 Monate nach der Behandlung anhielt.
    • TENT-A2 (Studie 2): 91 % der therapietreuen Testpersonen berichteten über eine anhaltende Linderung des Tinnitus, die 12 Monate lang anhielt. Der durchschnittliche Rückgang des Tinnitus betrug 20,3 THI-Punkte, was einer vollen THI-Stufe (z.B. von moderat zu leicht) entspricht.
    • TENT-A3 (Studie 3): Lenire hat sich bei der Mehrheit der Menschen mit moderatem oder schlimmerem Tinnitus als wirksamer erwiesen als eine alleinige Soundtherapie.
    • Alle Studien: Über alle klinischen Studien hinweg würden 83 % der Teilnehmer Lenire zur Behandlung von Tinnitus empfehlen.

    Lenire hat auch Testreihen unter realen Bedingungen mit mehr als 200 Personen durchgeführt. Die Ergebnisse der realen Studien von Lenire entsprachen weitgehend den Ergebnissen der klinischen Studien.

  • Kann ich ein Lenire-Gerät gebraucht kaufen?


    Nein. Lenire wird für jeden Patienten individuell angepasst und sollte nur unter der Anleitung eines zugelassenen Behandlers verwendet werden. Daher ist der Erwerb eines gebrauchten Lenire-Geräts verboten, auch wenn das Gerät nicht von dem Patienten benutzt wurde, für den es ursprünglich verschrieben wurde.

  • Kann eine andere Person Lenire für mich in meinem Namen erwerben?


    Lenire wird nach einer Untersuchung des Tinnitus für jeden Patienten individuell angepasst und sollte nur unter der Anleitung eines zugelassenen Behandlers verwendet werden.

    Daher kann eine andere Person Lenire nicht in Ihrem Namen erwerben.

Technische

  • Wie lange sollte eine tägliche Anwendung dauern?

    Empfohlen werden täglich zwei 30-minütige Sitzungen mit Lenire. Diese können zu unterschiedlichen Zeitpunkten am Tag oder in direktem Anschluss durchgeführt werden, ganz wie Sie es einrichten können.

  • Wie viele Termine sind bei Ihrem Behandler notwendig?

    Sie haben einen ersten Anpassungstermin, einen weiteren Termin nach 6 bis 12 Wochen, um zu beurteilen, wie Sie zurechtkommen, und um eventuelle Anpassungen vorzunehmen, und einen weiteren nach 12 bis 24 Wochen, um gemeinsam mit Ihrem Behandler zu entscheiden, ob Sie von der weiteren Verwendung von Lenire profitieren würden. Wenn Probleme auftreten, können natürlich weitere Termine vereinbart werden.

  • Kann das Gerät mit einer anderen von Tinnitus betroffenen Person geteilt werden?

    Nein. Da die Behandlung ganz spezifisch auf die Bedürfnisse des jeweiligen Patienten ausgerichtet ist, etwa auf der Basis seines audiologischen Profils, sollte das Gerät nicht mit anderen Personen geteilt werden.

  • Was darf man während der Anwendung tun?

    Empfohlen wird für jede Anwendung eine stille Umgebung, die Ihrer Entspannung förderlich ist. Es ist förderlich eine bequeme Haltung einzunehmen. Ablenkungen wie etwa Fernsehen nebenher sollten besser vermieden werden, um bessere Behandlungsergebnisse zu erzielen. Haben Sie Probleme zur Ruhe zu kommen, dann können Sie zur Entspannung etwas lesen.

  • Ist die Anwendung auch im Liegen möglich?

    Grundsätzlich spricht nichts dagegen, Lenire auch im Liegen anzuwenden. Sie sollten dann allerdings darauf achten, dass Sie aufgrund der entspannten Situation nicht versehentlich einschlafen. Ein Einschlafen könnte dazu führen, dass der „Tonguetip“ während der Anwendung herausfällt.

  • Gibt es eine Tageszeit, zu der die Behandlung (im Hinblick auf die Ergebnisse) besonders effektiv ist?

    Sofern möglich, sollten Sie eine Routine entwickeln, bei der Sie Behandlung täglich zur gleichen Zeit (oder zu gleichen Zeiten) durchführen. Eine Anwendung am Morgen und eine am Abend sind ein übliches Vorgehen, doch wichtiger als die gewählte(n) Tageszeit(en) ist das Einhalten eines bestimmten gleichmäßigen Ablaufes.

  • Kann Lenire auch über Lautsprecher statt Kopfhörer verwendet werden?

    Lenire wurde so entwickelt, dass es mit Kopfhörern funktioniert, die beim Kauf mit zur Verfügung gestellt werden. Das System kann nicht via Bluetooth mit anderen Geräten – wie etwa Lautsprechern – verbunden werden. Die Verwendung von Kopfhörern hat sich bei der Behandlung als sehr erfolgreich erwiesen, Methoden mithilfe anderer Audiogeräte wurden bislang noch nicht ausreichend getestet.

  • Was tun bei technischen Problemen mit den Geräten?

    Sollte es zu technischen Problemen wie Fehlfunktionen bei ihrem Lenire® -System kommen, dann wenden Sie sich bitte an Ihren Lenire-Behandler.

  • Können die mitgelieferten Kopfhörer auch für andere Zwecke als nur die Behandlung genutzt werden?

    Wir empfehlen, die mitgelieferten Kopfhörer nur für die Behandlung zu verwenden.

  • In den Kopfhörer kommt es während der Anwendung immer wieder zu kurzen Störgeräuschen – was könnte die Ursache sein und hat dies Auswirkungen auf die Behandlung?

    Vermutlich handelt es hierbei um kurze Unterbrechungen in Ihrer Bluetooth-Verbindung. Bitte vergewissern Sie sich, dass alle Bluetooth-kompatiblen Geräte in der Nähe ausgeschaltet sind. Auf die Behandlung haben diese kurzen Störgeräusche keine Auswirkung.

  • Können zur Behandlung auch andere Kopfhörer benutzt werden?

    Lenire sollte nur mit den bereitgestellten Kopfhörern verwendet werden. Der Grund hierfür ist, dass diese speziell auf den Gebrauch für das Gerät ausgerichtet wurden.

  • Der „Tonguetip“ hinterläßt auf der Zunge gelegentlich einen metallischen Nachgeschmack – ist das normal?

    Die Elektroden des „Tonguetip“ bestehen aus Edelstahl. Hin und wieder haben einige Patienten von einem metallischen Geschmack bei der Benutzung berichtet, der wohl auf dieses Material zurückzuführen ist. Dabei handelt es sich allerdings um einen erwartbaren Nebeneffekt bei der Nutzung des „Tonguetip“, der normal und völlig unbedenklich ist.

  • Was, wenn der „Tonguetip“ zu stark oder zu schwach eingestellt ist?

    Der „Tonguetip“ wird bei jedem Termin neu justiert. Sie können die vom „Tonguetip“ ausgesandten Impulse am Gerät selbst schwächer oder stärker einstellen. Insgesamt hat dies auf die Behandlung keinen Einfluss, sondern dient lediglich Ihrem persönlichen Wohlempfinden.

  • Wie lange muss der Controller aufgeladen werden?

    Für gewöhnlich braucht der Controller drei bis vier Stunden, um vollständig aufgeladen zu werden. Sobald die Batterieanzeige grün aufleuchtet, ist das Gerät vollständig geladen. Einmal aufgeladen, sollte das Gerät für die nächsten ungefähr zwanzig Behandlungen zur Verfügung stehen, bevor es neu aufgeladen werden muss.

  • Wie lange müssen die Kopfhörer aufgeladen werden?

    Für gewöhnlich brauchen die Kopfhörer zwei bis drei Stunden, um vollständig aufgeladen zu werden. Sobald sie vollständig geladen sind, geht das rote Licht neben dem Ladekabelanschluss aus. Einmal aufgeladen, sollten die Kopfhörer für in etwa die nächsten ungefähr zwölf Behandlungen zur Verfügung stehen, bevor sie neu aufgeladen werden müssen.

  • Können die abgespielten Töne auf dem Lenire Gerät verändert werden?

    Die Audio-Einstellungen auf dem Lenire Gerät werden von Ihrem medizinischen Fachpersonal auf Ihre individuellen Bedürfnisse hin eingestellt. Je nach den Fortschritten bei der Behandlung ist es durchaus möglich, dass Ihr Behandler Ihnen bei einem Untersuchungstermin eine Änderung bei der Stimulierung vorschlägt, die auch eine Veränderung der Audio-Einstellungen mit sich bringt.

  • Was, wenn die Audio-Einstellungen zu laut oder zu leise sind?

    Bei dem ersten Behandlungstermin mit dem zuständigen medizinischen Fachpersonal wird das Gerät so eingestellt, dass es der optimalen Reizschwelle Ihres Gehörs entspricht. Sie können die Lautstärke mithilfe der Kontrollknöpfe am Gerät selbst regeln. Sollten Sie sehr hörempfindlich reagieren, besprechen Sie dies bitte mit Ihrem Behandler.

  • Welche Musik ist auf dem Lenire-Gerät zu hören, und wer hat sie produziert?


    Die Lenire-eigene Musik wurde von Neuromod Devices (dem Hersteller des Lenire-Systems) komponiert und produziert.