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Tinnitus Ursachen und Behandlung

Was sind die Ursachen von Tinnitus und wie kann man ihn behandeln?

Eine Tinnitus-Betroffene hält den Lenire Controller bei einem Beratungsgespräch.

Auf dieser Seite

  1. Was ist Tinnitus?
  2. Arten von Tinnitus
  3. Ursachen von Ohrgeräuschen
  4. Kann man Tinnitus heilen?
  5. Tipps zur Linderung von Ohrgeräuschen
  6. Wie kann Bimodale Neuromodulation in der Behandlung von Tinntius helfen?

Was ist Tinnitus (Ohrgeräusche, Ohrensausen)?

Tinnitus ist ein verbreitetes, neurologisches Symptom. In Deutschland sind rund 10% der Bevölkerung betroffen. Tinnitus wird auch als Ohrensausen oder Klingeln der Ohren beschrieben. Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich um die Wahrnehmung von Geräuschen, für die es keine feststellbare äußere Quelle gibt. Der Tinnitus kann sich in manchen Fällen langsam aufbauen. In anderen Fällen erscheint er plötzlich. Es kann sich um eine temporäre Beeinträchtigung handeln. Für manche Menschen entwickelt sich Tinnitus zu einem dauerhaften Problem. Obwohl er bei Erwachsenen häufiger vorkommt, kann er Menschen jeden Alters betreffen – sogar Kinder.

Zahlen rund um das Thema Ohrgeräusche

10 Mio.

10 Millionen Menschen in Deutschland sind von Tinnitus betroffen. (Biswas et al., Hear Res 2020)

270.000

270.000 neue Tinnitus-Betroffene gibt es laut Deutscher Tinnitus Liga jedes Jahr in Deutschland.

3

Ab 3 Monaten mit Symptomen spricht man von einem chronischen Tinnitus. (S3-Leitlinie 017/064)

Welche Arten von Ohrgeräuschen gibt es?

Was sind subjektiver und objektiver Tinnitus?

Subjektiver Tinnitus ist die häufigste Art von Ohrgeräuschen. Diese sind dann nur für den Betroffenen hörbar. Eine medizinische Fachkraft hört die Geräusche bei einer Untersuchung nicht. Subjektiver Tinnitus kann durch Probleme im Außen-, Mittel – oder Innenohr ausgelöst werden. Er kann ebenfalls auf Probleme mit den Hörnerven zurückzuführen sein oder von den Nervensignalen, die das Geräusch interpretieren, herbeigeführt werden. Es gibt zahlreiche Faktoren, die subjektiven Tinnitus verursachen können. Diese werden später genauer erklärt. Objektiver Tinnitus hingegen kann häufig sowohl für den Betroffenen als auch für den Mediziner/Arzt hörbar sein. Er kommt ziemlich selten vor.

Überraschenderweise nehmen selbst die meisten Menschen mit einem “normalen” Gehör in ihrem Leben einmal Tinnitus wahr. Oft tritt dieser ohne Grund spontan auf und verschwindet so plötzlich, wie er begonnen hat.

Eine Frau mit Tinnitus wird am Ohr untersucht.
Die Tinnitus Ursache eines Mannes wird untersucht.

Was sind chronische, was akute Ohrgeräusche?

Unter drei Monaten geht man von einem akuten Tinnitus aus, ab drei Monaten ist es ein chronischer Tinnitus. Ein chronischer Tinnitus sind somit kontinuierliche Ohrgeräusche (> 3 Monate). Es gibt vier Schweregrade (vgl. Biesinger et al. 2005):

Grad 1: Der Betroffene kann gut mit dem Tinnitus leben.
Grad 2: Der Tinnitus macht sich hauptsächlich bei Stille bemerkbar und tritt bei Stress und Belastung auf.
Grad 3: Der Tinnitus führt zu einer andauernden Belastung im privaten und beruflichen Leben. Die Lebensqualität ist stark beeinträchtigt. Es treten starke Begleiterscheinungen auf. Der Betroffene kann noch arbeiten.
Grad 4: Es liegt eine sehr schwere Beeinträchtigung der Betroffenen vor. Der Betroffene kann nicht mehr arbeiten. Der Betroffene leidet sehr stark.

Obwohl noch keine Heilung gefunden wurde, gibt es sowohl bewährte als auch neue Wege zur wirksamen Bewältigung von Tinnitus. Diese reichen von Unterstützung und Beratung bis hin zu verschiedenen Formen der Behandlung. Einige dieser Ansätze sind sehr vielversprechend und können zu einer spürbaren Verbesserung der Lebensqualität führen.

Welche Ursachen von Tinnitus sind bekannt?

„Warum habe ich Tinnitus?“ ist die erste Frage, die sich ein von diesem Leiden Betroffener wahrscheinlich stellt. Ohrenrauschen ist meistens auf Funktionsstörungen des menschlichen Gehörs (unser Hörsystem) zurückzuführen. Die Ursachen können vom Außenohr bis zum Hörnerv und selbst im Gehirn liegen. Meistens liegt auch eine Art von Hörverlust vor. Bei subjektivem Tinnitus sind einige der häufigsten Ursachen:

  1. Altersbedingter Hörverlust, der als Presbyakusis (Altersschwerhörigkeit) bezeichnet wird.
  2. Belastung durch eine laute Umgebung, die einen durch Lärm verursachten Hörverlust verursachen kann.
  3. Verletzungen oder Traumata an Kopf oder Hals, die das Innenohr, seine Nerven und die mit dem Hören verbundene Gehirnfunktion beeinträchtigen können.
  4. Kiefergelenkserkrankungen, die Schmerzen im Kieferknochen verursachen und in einigen Fällen zu Tinnitus führen kann.
  5. Einige Medikamente, zum Beispiel Antibiotika und Antidepressiva, können je nach Art und Dosierung des Tinnitus-Symptome auslösen oder diese verschlimmern.`
Eine Frau informiert sich in einer Broschüre zu Ursachen und Behandlung von Tinnitus.
Eine Frau wird zu Ursachen und Behandlung ihres Tinnitus untersucht.

Es wird angenommen, dass objektiver Tinnitus durch eine zugrunde liegende Krankheit verursacht wird, wie z. B. eine Blutgefäßerkrankung, die im medizinischen Bereich als „pulsatiler oder pulsierender Tinnitus“ bekannt ist. Diese kann durch Bluthochdruck oder durch die Bildung von Cholesterin und anderen Ablagerungen in den Blutgefäßen in der Nähe Ihres Ohrs verursacht werden. Dadurch hört Ihr Ohr die Schläge des Blutes, da sich dieses mit hohem Druck durch die verengten Gefäße bewegt.

Es gibt viele Theorien, wie Tinnitus zu erklären ist. Der Fokus liegt dabei hauptsächlich auf Schäden im Ohr, insbesondere im Innenohr. Wenn Tinnitus jedoch einfach auf eine Schädigung des Innenohrs zurückzuführen wäre, kann nicht erklärt werden, warum manche Menschen mit Tinnitus ein normales Gehör haben.

Kann man Tinnitus heilen?

Bis heute ist noch keine klinisch erprobte Heilung für Tinnitus bekannt. Es gibt jedoch verschiedene Behandlungen, die dazu beitragen können, die Symptome des Tinnitus nachhaltig zu verringern. Eine Linderung im der Ohrgeräusche kann die Lebensqualität von Betroffenen deutlich steigern. Gegenwärtig werden pharmakologische wie auch andere Behandlungen sehr wirkungsvoll eingesetzt. Dazu zählen bspw. verschiedene Formen der Psychotherapie und Klangtherapie. Die gewählte Behandlungsmethode hängt dabei häufig vom Schweregrad der Erkrankung ab und davon, was für die einzelne Person angenehm oder akzeptabel ist.

Bimodale Neuromodulation bietet einen neuen und vielversprechenden Ansatz für die nachhaltige Linderung von Tinnitus. Hierbei werden das Gehör über akustische sowie die Zunge über sanfte elektrische Impulse parallel stimuliert. Klinische Studien mit über 500 Teilnehmern belegen die Wirksamkeit dieser Behandlung.

Eine Frau während der Tinnitus Behandlung.
Eine Frau liegt auf einem Sofa und recherchiert Ursachen und Behandlung von Tinnitus.

Einfache Tipps zur Linderung Ihrer Ohrgeräusche

  • Vermeiden Sie Belastungen durch laute Töne und Geräusche.
  • Besprechen Sie mögliche Behandlungsoptionen mit Ihrem Arzt oder Hörakustiker.
  • Treiben Sie täglich Sport, um die Durchblutung zu verbessern und Ihr allgemeines körperliches Wohlbefinden zu steigern.
  • Da Stress und Unruhe den Tinnitus verschlimmern können, können Achtsamkeitsmeditation oder andere Entspannungstechniken praktiziert werden, um den Stress zu verringern und den Schlaf zu verbessern. (Ciminelli et al., 2018)

Wie kann Bimodale Neuromodulation in der Behandlung von Tinntius helfen?

Neuromod hat eine neuartige Behandlung für Tinnitus entwickelt, bei der die bisherige Form Neuromodulation um einen Schritt erweitert wird, indem zwei Nerven gleichzeitig stimuliert werden (auch als bimodale Neuromodulation bezeichnet).
Dieses Produkt trägt die Bezeichnung Lenire®. Lenire ist ein nicht-invasives Gerät, das von Betroffenen bequem zu Hause verwendet werden kann, nachdem es von einer entsprechend qualifizierten Fachkraft angepasst wurde. Lenire® bietet eine bimodale Behandlung, bei der die Klangstimulation am Ohr mit einer sanften elektrischen Stimulation der Zunge kombiniert wird, um die therapeutische Neuroplastizität bei Tinnitus-Betroffenen zu fördern. Die Wirkung von Lenire® zur Linderung von Tinnitus-Beschwerden ist klinisch belegt. Lesen Sie hier mehr zu den Studienergebnissen.

Ein Mann während der Behandlung mit Lenire.

Lenire® kann Tinnitus klinisch belegt lindern.

Lassen Sie sich beraten.