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Tinnitus was hilft?

Sie finden hier umfassende Informationen zu den Ursachen von Tinnitus (Ohrgeräusche, Ohrensausen) und wie man ihn behandeln kann.

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Was ist Tinnitus (Ohrgeräusche)?

Tinnitus ist ein weit verbreitetes Leiden, von dem 10 bis 15 % der Bevölkerung betroffen sind. Es ist ein störendes neurologisches Problem, bei dem Menschen einen Ton oder ein Geräusch wahrnehmen, der/das keine nachweisbare externe Quelle hat. Obwohl er bei Erwachsenen häufiger vorkommt, kann er Menschen jeden Alters betreffen – sogar Kinder. Tinnitus wird am häufigsten als Ohrensausen oder Ohrenrauschen beschrieben, kann jedoch von Person zu Person erheblich variieren. Er tritt oft zeitweise auf, kann aber auch den ganzen Tag andauern. Häufig wird der Tinnitus nachts stärker, wenn alles ruhiger ist.

Was ist subjektiver und objektiver Tinnitus?

Allgemein gibt es zwei Arten von Tinnitus: subjektiven und objektiven.

Subjektiv ist die häufigste Art von Tinnitus und nur für den Betroffenen hörbar, der ihn erlebt. Eine medizinische Fachkraft kann ihn also bei der Untersuchung nicht hören. Er kann durch Probleme im Außen-, Mittel – oder Innenohr ausgelöst werden. Er kann ebenfalls auf Probleme mit den Hörnerven zurückzuführen sein oder von den Nervensignalen, die das Geräusch interpretieren, herbeigeführt werden. Es gibt zahlreiche Faktoren, die subjektiven Tinnitus verursachen können. Diese werden später genauer erklärt. Objektiver Tinnitus hingegen kann häufig sowohl für den Betroffenen als auch für den Mediziner/Arzt hörbar sein. Er kommt ziemlich selten vor.

Überraschenderweise nehmen selbst die meisten Menschen mit einem “normalen” Gehör in ihrem Leben einmal Tinnitus wahr. Oft tritt dieser ohne Grund spontan auf und verschwindet so plötzlich, wie er begonnen hat.

Was ist ein chronischer und akuter Tinnitus?

Unter drei Monaten geht man von einem akuten Tinnitus aus, ab drei Monaten ist es ein chronischer Tinnitus. Ein chronischer Tinnitus sind kontinuierliche Ohrgeräusche. Es gibt vier Schweregrade:

Grad 1: Der Betroffene kann gut mit dem Tinnitus leben.
Grad 2: Der Tinnitus macht sich hauptsächlich bei Stille bemerkbar und tritt bei Stress und Belastung auf.
Grad 3: Der Tinnitus führt zu einer andauernden Belastung im privaten und beruflichen Leben. Die Lebensqualität ist stark beeinträchtigt. Es treten starke Begleiterscheinungen auf. Der Betroffene kann noch arbeiten.
Grad 4: Es liegt eine sehr schwere Beeinträchtigung der Betroffenen vor. Der Betroffene kann nicht mehr arbeiten. Der Betroffene leidet sehr stark.

Obwohl noch keine Heilung gefunden wurde, gibt es sowohl bewährte als auch neue Wege zur wirksamen Bewältigung von Tinnitus. Diese reichen von Unterstützung und Beratung bis hin zu verschiedenen Formen der Behandlung. Einige dieser Ansätze sind sehr vielversprechend.

Was sind die Ursachen und Auslöser für Tinnitus?

„Warum habe ich Tinnitus?“ ist die erste Frage, die sich eine von diesem Leiden Betroffener wahrscheinlich stellt. Ohrenrauschen ist meistens auf Funktionsstörungen des menschlichen Gehörs (unser Hörsystem) zurückzuführen. Die Ursachen können vom Außenohr bis zum Hörnerv und selbst im Gehirn liegen. Meistens liegt auch eine Art von Hörverlust vor. Bei subjektivem Tinnitus sind einige der häufigsten Ursachen:

  1. Altersbedingter Hörverlust, der als Presbyakusis (Altersschwerhörigkeit) bezeichnet wird.
  2. Belastung durch eine laute Umgebung, die einen durch Lärm verursachten Hörverlust verursachen kann.
  3. Verletzungen oder Traumata an Kopf oder Hals, die das Innenohr, seine Nerven und die mit dem Hören verbundene Gehirnfunktion beeinträchtigen können.
  4. Kiefergelenkserkrankungen, die Schmerzen im Kieferknochen verursachen und in einigen Fällen zu Tinnitus führen kann.
  5. Einige Medikamente, zum Beispiel Antibiotika und Antidepressiva, können je nach Art und Dosierung des Tinnitus-Symptome auslösen oder diese verschlimmern.`

Es wird angenommen, dass objektiver Tinnitus durch eine zugrunde liegende Krankheit verursacht wird, wie z. B.:
Eine Blutgefäßerkrankung, die im medizinischen Bereich als „pulsatiler oder pulsierender Tinnitus“ bekannt ist. Diese kann durch Bluthochdruck oder durch die Bildung von Cholesterin und anderen Ablagerungen in den Blutgefäßen in der Nähe Ihres Ohrs verursacht werden. Dadurch hört Ihr Ohr die Schläge des Blutes, da sich dieses mit hohem Druck durch die verengten Gefäße bewegt.

Es gibt viele Theorien, wie Tinnitus zu erklären ist. Der Fokus liegt dabei hauptsächlich auf Schäden im Ohr, insbesondere im Innenohr. Wenn Tinnitus jedoch einfach auf eine Schädigung des Innenohrs zurückzuführen wäre, kann nicht erklärt werden, warum manche Menschen mit Tinnitus ein normales Gehör haben.

Welchen Einfluss haben Neuroplastizität und das Hörzentrum auf Tinnitus?

Wann immer wir etwas hören, fühlen, riechen oder sehen, übertragen unsere Nerven diese externen Informationen an bestimmte Regionen im Gehirn. Das auditorische System (unser Gehörzentrum) ist ein komplexes sensorisches System, das gänzlich für unseren Gehörsinn verantwortlich ist. Damit wir etwas hören können, muss die folgende Kette von Ereignissen ablaufen:

Schallwellen treten in Ihr Ohr ein. Sie wandern durch den Gehörgang und werden von unserem Trommelfell abgefangen. Dieses wird infolge des eingehenden Tons in Schwingung versetzt und wandelt diese Vibrationen in neuronale Signale um. Die Signale werden an eine Region im Gehirn (das Hörzentrum) gesendet.
Das Hörzentrum steht durch neuronale Verbindungen in Verbindung mit anderen Gehirnteilen, als Ergebnis dieser als Ergebnis dieser Interaktionen haben wir schließlich das Gefühl, den Ton zu „hören“.

Dies ist natürlich ein komplexer Prozess, der auf einer Reihe von Strukturen und Verbindungen zwischen Ohr und Gehirn beruht. Als solcher ist er anfällig für Schädigungen. Aus den vielen bereits diskutierten Gründen – sei es Hörverlust aufgrund natürlichen Alterns oder Belastung durch Lärm, um nur einige zu nennen – kann das Hörsystem beschädigt werden. Wenn irgendeine Art von Schädigung auftritt, wird angenommen, dass dann eine Kaskade von Anpassungen ausgelöst wird. Neue Nervenbahnen werden gebildet, da das Gehirn versucht, das durch die Läsion oder Schädigung verursachte Störung zu korrigieren.

Diese Fähigkeit des Gehirns, sich selbst neu zu programmieren – was es während des gesamten Lebens eines Menschen tut – wird als Neuroplastizität bezeichnet. Neuroplastizität ist oft von Vorteil (oder was Sie als adaptiv bezeichnen könnten), wie zum Beispiel die Fähigkeit unseres Gehirns, ein Instrument oder eine neue Sprache zu lernen. Im Fall von Tinnitus wird dies jedoch als nicht hilfreiche (oder fehlangepasste) Neuroplastizität bezeichnet.

Einfache Tipps zur Linderung Ihrer Ohrgeräusche

  • Vermeiden Sie Belastungen durch laute Töne und Geräusche.
  • Besprechen Sie mögliche Behandlungsoptionen mit Ihrem Arzt oder Akustiker.
  • Treiben Sie täglich Sport, um die Durchblutung zu verbessern und Ihr allgemeines körperliches Wohlbefinden zu steigern.
  • Vermeiden Sie übermäßigen Kaffeekonsum, da Koffein Ihren Blutdruck erhöhen kann und den Tinnitus stärker wahrnehmbar macht.
  • Da Stress und Unruhe den Tinnitus verschlimmern können, können Achtsamkeitsmeditation oder andere Entspannungstechniken praktiziert werden, um den Stress zu verringern und den Schlaf zu verbessern.

Tinnitus was hilft?

Bis dato ist noch keine klinisch erprobte Heilung für Tinnitus bekannt. Abgesehen davon gibt es verschiedene Behandlungen, die dazu beitragen können, die Symptome des Tinnitus wirksam zu bewältigen, zu lindern oder zu verringern. Gegenwärtig werden pharmakologische wie auch andere Behandlungen sehr wirkungsvoll eingesetzt. Dazu zählen verschiedene Formen der Psychotherapie, Klangtherapie und bimodale Neuromodulation. Die gewählte Behandlungsmethode hängt dabei häufig vom Schweregrad der Erkrankung ab und davon, was für die einzelne Person angenehm oder akzeptabel ist.

Bimodale Neuromodulation

Neuromod hat eine neuartige Behandlung für Tinnitus entwickelt, bei der die bisherige Form Neuromodulation um einen Schritt erweitert wird, indem zwei Nerven gleichzeitig stimuliert werden (auch als bimodale Neuromodulation bezeichnet).
Dieses Produkt trägt die Bezeichnung „Lenire®“. Lenire® ist ein nicht-invasives Gerät, das von Betroffenen bequem zu Hause verwendet werden kann, nachdem es von einer entsprechend qualifizierten Fachkraft angepasst wurde. Lenire® bietet eine bimodale Behandlung, bei der die Klangstimulation am Ohr mit einer sanften elektrischen Stimulation der Zunge kombiniert wird, um die therapeutische Neuroplastizität bei Tinnitus-Betroffenen zu fördern. Die Wirkung von Lenire® zur Linderung von Tinnitus-Beschwerden ist klinisch belegt. Lesen Sie hier mehr zu den Studienergebnissen.

Vielversprechende Ergebnisse der ersten Studie

In diesem Video werden die Ergebnisse der ersten Studie mit 326 Teilnehmern vorgestellt und die Hintergründe erklärt.

Lenire Wirkmechanismus

In diesem Video wird der Wirkmechanismus von Lenire erklärt.

Lenire® kann Tinnitus klinisch belegt lindern.

Lassen Sie sich beraten.

Erfahrungen von Tinnitus-Betroffenen

Was hat sich für Sie mit der Behandlung des Tinnitus geändert?

“Nach ungefähr sechs Wochen habe ich festgestellt, dass die Intensität meines Tinnitus‘ stark abgenommen hatte.”

Aidan, Teilnehmer der klinischen Studie

Was hat sich für Sie mit der Behandlung geändert?

“Durch Lenire bin ich viel ruhiger und entspannter geworden. Das Wichtigste für mich ist aber, dass ich mich nicht mehr so sehr auf die Geräusche konzentriere.”

Ronnie, Teilnehmer der klinischer Studie

Lenire in den Medien